Magic Quadrant für die Infrastruktur zum Zugriff auf LANs über Festnetz oder Mobilnetz

1 September 2015  ID-Nummer:G00277052
Analyst(en): Tim Zimmerman, Bill Menezes, Andrew Lerner

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Wir evaluieren Unternehmens-LAN-Anbieter, die Konnektivität über eine konsolidierte Zugriffsschicht bieten. Die Anbieter sind zunehmend in der Lage, Funktionalität anzubieten und zu differenzieren, die kabelgebundene und kabellose Hardwarekomponenten mit Netzwerkanwendungen integriert.

Marktdefinition/-beschreibung

Dieses Dokument wurde am 2. September 2015 überarbeitet. Bei dem hier angezeigten Dokument handelt es sich um die korrigierte Version. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Corrections (Korrekturen) unter gartner.com.

Auf diesem Markt finden sich Anbieter von Hardware- und Softwarekomponenten für kabelgebundene LAN- sowie WLAN-Netzwerke, die Gerätekonnektivität für die Zugriffsschicht der Unternehmensinfrastruktur bereitstellen. Hierzu gehören in der Regel folgende Komponenten:

  • Hardware: Wireless Access Points, kabelgebundene Switches
  • Software: Netzwerkanwendungen, darunter u. a.:
    • Netzwerkmanagement
    • Gastzugriff
    • Onboarding
    • Sicherheit bei der Authentifizierung, Autorisierung und Kontoführung
    • Richtliniendurchsetzung
    • Angriffserkennungssystem (Intrusion Detection System, IDS)/Wireless IDS (WIDS)
    • Standortdienste
    • Überwachung der Netzwerkleistung (Network Performance Monitoring, NPM)
    • Erstellen von Anwendungsprofilen und Analysen

Wir befassen uns mit den folgenden Kategorien von Zugriffsschichtanbietern in diesem Markt:

  1. Anbieter, die eigene Konnektivität für kabelgebundene und kabellose Infrastruktur, Netzwerkanwendungen und professionelle Services anbieten
  2. Anbieter, die sich vor allem auf eine bestimmte Konnektivitätsoption, wie z. B. kabelgebundenes Switching oder kabellose Konnektivität, konzentrieren und oft auf einem oder mehreren vertikalen Märkten vertreten sind bzw. eine oder mehrere Bereitstellungslösungen anbieten, die auf spezielle Marktanforderungen ausgerichtet sind.
  3. Anbieter, die einen Teil der Hardware oder Software der Lösung über einen strategischen Partner anbieten. Es ist wichtig, dass diese Anbieter nicht separat betrachtet werden, sondern angesichts ihrer besonderen Funktionalität ersichtlich wird, warum sie zusammen ein besseres Angebot für Unternehmen präsentieren.

Bei Befragungen geben die Unternehmen Gartner gegenüber weiterhin an, bevorzugt einen gemeinsamen Satz an Sicherheits-, Richtliniendurchsetzungs- und Managementfunktionen in ihren Netzwerken mit kabelgebundenem und kabellosem Zugriff zu nutzen. In einer aktuellen Gartner-Umfrage unter Unternehmenskunden von Zugriffsschichten, an der sich 114 Kunden beteiligten, erklärten 75 %, bevorzugt auf einen einzelnen Anbieter zu setzen, der für die gesamte Lösung für die Zugriffsschicht zuständig ist. Mit dieser Vereinheitlichung von Anwendungen für den kabelgebundenen Zugriff/WLAN-Zugriff lassen sich Kapital- und Betriebsausgaben reduzieren.

Laut Gartner-Befragungen verlangen die Kunden für eine Vielzahl von Implementierungsszenarien, wie z. B. das Vorhandensein mehrerer externer Zweigstellen neben umfangreichen Campusumgebungen, die Flexibilität, Netzwerkanwendungen wie folgt bereitstellen zu können: (1) vor Ort im Unternehmen, (2) in einer privaten Cloud oder (3) in einer öffentlichen Cloud, um eine „Bindung” an die Architektur zu vermeiden und auf geänderte Anforderungen reagieren zu können.

Was hat sich geändert?

In den letzten 12 Monaten haben die Anbieter von Zugriffsschichten ihre Produkte, einschließlich der für eine Komplettlösung erforderlichen Hardware, Software und Anwendungen, kontinuierlich weiterentwickelt. 2014 haben sich die Anbieter über die Kapazität von 1,3 GB in 802.11ac Wave 1 hinaus vorwärts orientiert und begonnen, die Bereitstellung von 802.11ac Wave 2 mit neuen Funktionen, wie z. B. MU-MIMO (Multiuser Multiple Input/Multiple Output) und einer höheren Leistung von theoretisch mehr als 6 Gbit/s bei 5 GHz, zu planen. Trotz des Hypes der Anbieter gehen wir davon aus, dass diese Produkte bis Ende 2015 oder Anfang 2016 auf dem Unternehmensmarkt nur begrenzt verfügbar sein werden.

Die höhere Funkleistung führt zu einem Architekturproblem, bedingt durch die Einführung der neuen Funktechnologie: Wave 2-Zugriffspunkte (APs) und -Switches, die eine Verbindung zur Unternehmensinfrastruktur herstellen, sind in der Regel auf 1 GB begrenzt. Bei höheren Geschwindigkeiten kommt es somit zu einer erheblichen Überbuchung. Verschiedene Konsortien der LAN-Industrie-1befassen sich mit der Notwendigkeit einer über die aktuelle 1-GB-Verbindung hinausgehenden Upstream-Konnektivität von Zugriffspunkten zur Unternehmensinfrastruktur; zurzeit existiert jedoch kein Branchenstandard.

Die Notwendigkeit zusätzlicher Bandbreite wurde ursprünglich auf die weitverbreitete Einführung von BYOD (Bring your own Device) sowie Videokonferenzen und Streaming zurückgeführt, ist mittlerweile jedoch durch IoT-Sensoren und -Beacons bedingt. Wenn wir uns die Anbieter ansehen, hat dieser Trend einige wichtige Unternehmensanforderungen deutlich gemacht:

  1. Die Verbindungsqualität ist von entscheidender Bedeutung (dies gilt unabhängig davon, ob es um die Verzögerung bei Sprachanwendungen oder die stoßweisen Kommunikationsanforderungen von IoT-Geräten geht).
  2. Sicherheit und Netzwerkmanagement sind unerlässlich. In neuen Szenarien der Gerätenutzung, angefangen mit Gast-BYOD-Anfragen bis hin zu IoT-Sensoren und -Steuerungen, haben sich Schwachstellen in beiden Bereichen gezeigt.
  3. Das Cloudmanagement für die Zugriffsschicht ist im Kommen. Im letzten Jahr haben die Anbieter mit dieser Lösung Unternehmen mit zahlreichen geografisch weit verteilten Zweigstellen anvisiert. In Kombination mit dem Wunsch der Endanwender nach einfachen, sofort einsatzbereiten Lösungen für die Zugriffsschicht hat dies dazu geführt, dass die Zahl der Anfragen zu cloudverwalteten Zugriffsschichten in den letzten 12 Monaten um 10 % zugenommen hat.

Darüber hinaus haben 2015 mehrere Anbieter Übernahmen vollzogen bzw. abgeschlossen. So hat beispielsweise Zebra Technologies das Unternehmensgeschäft von Motorola Solutions und HP Aruba Networks übernommen. Außerdem hat Aerohive Networks seinen Börsengang abgeschlossen. Wir gehen davon aus, dass sich die Marktkonsolidierung in den nächsten 12 bis 18 Monaten fortsetzen wird. Dabei wird es auch zu kleineren Übernahmen technologieorientierter Startup-Unternehmen kommen, die weiterhin LAN-Anwendungen wie standortbasierte Services, drahtlose Analyse, NPM und Sensorlösungen unterstützen, welche eine unabhängige Überwachung der Konnektivität der Zugriffsschicht ermöglichen.

Angesichts des kontinuierlichen Rückgangs der Hardwarepreise verschiebt sich der Schwerpunkt bei immer weniger Kundenausschreibungen auf die Geschwindigkeit der Konnektivität der Zugriffsschicht. Bei der Beurteilung der Anbieter nennen die Kunden stattdessen oft die Netzanwendungen und das einheitliche Management der Zugriffsschicht als Themen von zentralem Interesse.

Was wird in der kabelgebundenen und kabellosen Zugriffsschicht von Unternehmen benötigt?

Die Unternehmen suchen nach Komplettlösungen, die das Problem der kabelgebundenen und kabellosen Konnektivität von Unternehmen lösen, sowie nach Zugriffsschichtdiensten, die u. a. Folgendes beinhalten:

  • Angebot und Unterstützung von Power over Ethernet (PoE) mit 24 und 48 Ports, Chassis- oder rackeinbaufähige Switches mit einer Roadmap für kabelgebundene Konnektivität mit 2,5 GB/5 GB in der bestehenden Verkabelung der erweiterten Kategorie 5 (Cat5e)/Kategorie 6 (Cat6) zu Schrank-Switches
  • Angebot und Unterstützung von IEEE 802.11n und 802.11ac Wave 1 mit geplantem zukünftigem Angebot, das 802.11ac Wave 2 unterstützt
  • Möglichkeit der Bereitstellung einiger oder aller Netzwerkanwendungen der Zugriffsschicht im Unternehmen auf Hardwareplattformen, die vom Anbieter bereitgestellt oder vom Unternehmen ausgewählt werden, oder in einer privaten oder öffentlichen Cloud
  • Minimale Unterstützung eines Captive Portal für eine Anwendung für den Gastzugriff mit der Möglichkeit, den Anwendern per SMS, E-Mail oder Ausdruck Berechtigungsnachweise für die Webauthentifizierung für Windows-, Mac-, iOS- und Android-Clients bereitzustellen
  • Mindestens Angebot einer Geräteauthentifizierung für Windows-, Android- und iOS-Geräte über Wi-Fi Protected Access 2 (WPA2) sowie Behandlung von Problemen mit der Authentifizierung bei IoT-Geräten
  • Möglichkeit des Erkennens von Eindringversuchen in kabelgebundene und kabellose Netzwerke
  • Richtliniendurchsetzung, die einen Zugriff auf Anwendungen und einzelne Netzwerkbereiche wie z. B. den Konferenzraum auf Basis von Berechtigungsnachweisen ermöglicht. Die Richtliniendurchsetzung umfasst auch kontextsensitive Variablen wie Standort- und Geräte-Profiling. Dies ist insbesondere für BYOD-Szenarien sowie „kopflose”2 IoT-Geräte nützlich, bei denen Sicherheit höchste Priorität hat. Es muss auch möglich sein, Clients für den Gastzugriff in ein separates virtuelles LAN (VLAN) mit zusätzlichen Kontrollmechanismen zu stellen, die für eine Begrenzung der Bandbreite und verfügbaren Inhalte sorgen.
  • Integriertes Netwerkmanagement für alle kabelgebundenen und kabellosen LAN-Komponenten, anbieterunabhängig für Konfiguration, Bereitstellung und Geräte-Profilierung
  • Onboarding-Services, einschließlich Services zur Geräteauthentifizierung und Anwenderautorisierung für BYOD-Programme, die viele Betriebssysteme und Gerätezustände unterstützen
  • Analyseanwendungen, die nicht nur das Netzwerk, sondern auch die Endanwenderdaten analysieren (um einen besseren Einblick in Leistung und Nutzung der Zugriffsschichtnetzwerke zu ermöglichen)
  • Netzwerkforensik-Tools zur Ermittlung der Vorgänge über die gesamte Zugriffsschicht zusätzlich zur Sicherheitsfunktionalität
  • Unterstützung für Sprach- und Videoanwendungen durch Hinzufügen von Funktionen zum Erkennen und Beheben von Latenzproblemen; somit Jitter-Reduzierung, Schärfung des Bewusstseins und Überwachung der Sprach- und Videoqualität sowie Funktionen für feste/mobile Konvergenz
  • Standortbasierte Services, kontextorientierte Services und Asset-Management
  • Die Möglichkeit, verwaltete Services bereitzustellen, wenn zusätzliche IT-Ressourcen benötigt werden

Magic Quadrant

Abbildung 1. Magic Quadrant für die Infrastruktur zum Zugriff auf LANs über Festnetz oder Mobilnetz
Abbildung 1.Magic Quadrant für die Infrastruktur zum Zugriff auf LANs über Festnetz oder Mobilnetz

Quelle: Gartner (September 2015)

Stärken und Schwächen der Anbieter

Aerohive

Aerohive konzentriert sich hauptsächlich auf die WLAN-Komponente der Zugriffskonnektivität. Gemessen am Umsatz belegte das Unternehmen 2014 Platz 7 unter den WLAN-Anbietern mit einem doppelt so schnellen Wachstum wie der Markt. Der Anbieter verkauft zu 100 % über den Channel, hauptsächlich in Nordamerika und EMEA. Zudem hat Dell 2015 mit dem Weiterverkauf der WLAN-Lösung von Aerohive begonnen. Über seine Software „HiveManager”, die lokal oder als cloudverwalteter Service verfügbar ist, bietet Aerohive eine Architektur ohne Controller mit der vollen Suite von Zugriffsanwendungen. Kunden in Nordamerika und EMEA sollten Aerohive für ihre WLAN-Infrastruktur in Erwägung ziehen.

Stärken
  • Nach den von Gartner geprüften Unternehmensgeschäften stellt Aerohive eine der kostengünstigsten Lösungen dar.
  • Aerohive kann eine starke Installationsbasis in verteilten Unternehmensbereitstellungen, im Bildungswesen und Einzelhandel vorweisen und kennt folglich die Kundenanforderungen in diesen Umgebungen sehr gut.
  • Kunden von Aerohive nennen die einfache Bereitstellung und die Anwenderfreundlichkeit des cloudverwalteten Angebots als Hauptvorteile gegenüber anderen Anbietern.
Schwächen
  • Die Palette der Lösungen von Aerohive für kabelgebundenes Switching ist begrenzt und macht nur einen sehr geringen Prozentsatz des Gesamtumsatzes aus.
  • Aerohive gehört zu den kleineren Anbietern auf dem Markt und weist nur eine begrenzte Präsenz und Marktdurchdringung außerhalb seiner zentralen Märkte (verteilte Unternehmen/Bildungswesen/Einzelhandel) und hauptsächlichen geografischen Gebiete (Nordamerika/EMEA) auf.
  • Mit der Managementkomponente von Aerohive (HiveManager) können zurzeit nur Aerohive-Geräte verwaltet werden. Über eine API ist eine Integration mit externen Komponenten möglich.

ALE

Der unter der Marke Alcatel-Lucent Enterprise vermarktete Anbieter ALE wurde im Oktober 2014 mit Mehrheitsbeteiligung von China Huaxin übernommen. Dabei wurde betont, dass es sich um ein schuldenfreies, finanziell stabiles, unabhängiges Unternehmen handelt, das sowohl organisches Wachstum als auch eine Expansion durch Unternehmensübernahmen plant. Der Gesamtumsatz des Anbieters bei Zugriffs-Switches ging 2014 um 9,3 % zurück; der Umsatz für kabellose LAN-Hardware beruht auf der OEM-Beziehung des Unternehmens mit Aruba Networks. Anfang 2015 bekräftigte ALE erneut seine Absicht, die Geschäftsbeziehung mit Aruba fortzuführen, und stellte weitere Pläne für Weiterentwicklungen der WLAN-Elemente der Enterprise Converged Network Solution auf, darunter ein Abonnementmodell sowie ein verwalteter LAN- und WLAN-Service. Der Anbieter erzielt nach wie vor nahezu die Hälfte seines Gesamtumsatzes in der Region EMEA, der Anteil des asiatisch-pazifischen Raums am Gesamtumsatz ist 2014 allerdings um mehr als 25 % gestiegen. Die wichtigsten vertikalen Märkte für ALE bleiben das Bildungs- und Gesundheitswesen sowie das Gastgewerbe. Unternehmenskunden, globale Dienstanbieter, Transport-, Versorgungs- und Energieunternehmen sowie andere Einrichtungen aus dem öffentlichen Sektor sollten diesen Anbieter für die Infrastruktur für den kabellosen und kabelgebundenen Zugriff in Erwägung ziehen.

Stärken
  • Das Application-Fluent Network von ALE bietet Funktionen für einen einheitlichen kabelgebundenen und kabellosen Netzwerkzugriff sowie Steuerfunktionen. Mit dem OmniVista 2500 Network Management System (NMS) ist es dabei möglich, LAN- und WLAN-Komponenten sowohl von ALE als auch von Drittanbietern zu verwalten.
  • Die Intelligent Fabric-Technologie von ALE im zentralen Netzwerk erlaubt eine automatische Konfiguration und erneute Konfiguration, wobei Anwendungen und Geräte hinzugefügt, verschoben und geändert werden können. Im 2. Halbjahr 2015 wird diese Technologie auf die Zugriffsschicht ausgeweitet.
  • Der Anbieter verfügt über eine Telefonielösung, für welche die Unified Communications-/Voice over IP-Telefonieprodukte des Anbieters genutzt werden können und die mit den Produkten für WLAN- und kabelgebundenen LAN-Zugriff und der Unified Management-Plattform des Unternehmens integriert werden kann.
Schwächen
  • ALE hat seine OEM-Beziehung mit Aruba bestätigt. Dies zeigt, dass das Unternehmen für fortgesetzte Verbesserungen der WLAN-Technologie auf diese Partnerschaft setzt. Der Anbieter legt keine Richtung oder Form für sein WLAN-Produktangebot fest.
  • Der Anbieter ALE muss erst noch beweisen, dass er in der Lage ist, Managementservices wie SaaS oder ein cloudbasiertes Produkt bereitzustellen. Die Einführung des „Pay per Use”-Netzwerkabonnementservice, der über Erweiterungen des OmniVista 2500 Network Management System verfügbar sein soll, ist erst für das 3. Quartal 2015 und zunächst nur in EMEA und im asiatisch-pazifischen Raum geplant.
  • Die strategische Roadmap von ALE für ein Wachstum unter dem neuen Eigentumsverhältnis wurde in der 1. Hälfte 2015 nicht sehr ausführlich erläutert. Somit können Kunden nur beschränkt feststellen, wie gut der Anbieter ihren langfristigen Netzwerkanforderungen für die Zugriffsschicht entspricht.

Allied Telesis

Allied Telesis ist in diesem Jahr neu im Magic Quadrant. Der Anbieter bietet eine Switching-Lösung für Campusumgebungen sowie eine kabellose Lösung. Ende 2014 hat das Unternehmen Extricom übernommen, einen kleinen israelischen WLAN-Anbieter, der in die Palette der kabellosen Produkte integriert werden soll. Allied Telesis verkauft direkt an Endanwender, 75 % der Verkäufe erfolgen allerdings über den Vertriebskanal. Allied Telesis ist zwar ein globaler Anbieter, fast 50 % des Umsatzes werden jedoch im asiatisch-pazifischen Raum erzielt. Allied Telesis sollte für kabelgebundene und kabellose Lösungen im asiatisch-pazifischen Raum, in EMEA und Nordamerika im Gesundheitswesen und öffentlichen Dienst in Erwägung gezogen werden, wenn grundsätzliche Konnektivitätsanforderungen bestehen und die Kunden Anwendungen von Drittanbietern für Gastzugriff, Onboarding oder Richtliniendurchsetzung verwenden.

Stärken
  • Allied Telesis bietet eine kostengünstige Lösung mit grundlegender Funktionalität und Schwerpunkt auf den Gesamtbetriebskosten für die Zugriffsschicht.
  • Die Hardwarekomponenten von Allied Telesis sind eng miteinander verbunden. Alle Produkte werden auf demselben Betriebssystem (AlliedwarePlus) ausgeführt, für eine gewisse Netzwerkautomatisierung ist in alle Produkte Allied Telesis Management Framework (AMF) integriert und für Bereitstellung und Management verwenden alle AlliedView.
  • Das von Allied Telesis verwaltete Serviceangebot Net.Monitor bietet verschiedene Services für Private-Cloud-basierte aktive Überwachung und Management sowie professionelle Services, um maximale Verfügbarkeit und Betriebszeit zu ermöglichen.
Schwächen
  • Zwar hat Allied Telesis kürzlich mit Extricom einen WLAN-Anbieter übernommen, das WLAN-Portfolio von Allied Telesis ist jedoch begrenzt und macht nur einen sehr geringen Prozentsatz des Gesamtumsatzes aus.
  • Allied Telesis bietet Netzwerkmanagement und eine Lösung für den Gastzugriff, die ein Captive Portal mit der Möglichkeit zur Rollendefinition bereitstellt. Der Anbieter kann keine fortschrittlicheren Anwendungen für Kunden-Onboarding oder die Richtliniendurchsetzung für die Zugriffsschicht vorweisen.
  • Zwar findet Gartner Allied Telesis bei Anfragen zu kabelgebundenen oder kabellosen Lösungen in Bezug auf Möglichkeiten innerhalb des Unternehmens in der engeren Auswahl, doch Kunden sollten prüfen, ob der Anbieter in der Lage ist, ihre Anforderungen zu erfüllen, und welche Möglichkeiten des lokalen Supports bestehen.

Avaya

Avaya bietet ein umfassendes Netzwerkangebot für die Zugriffsschicht, mit Multi-Vendor-Netzwerkmanagement, Zugriffssteuerung, automatisiertem Onboarding sowie automatisierter Netzwerkkonfiguration. Avaya arbeitet weiterhin an einer Erweiterung der Funktionalität seiner Unified-Access-Lösung für Management, Richtliniendurchsetzung, Gastmanagement und Sicherheit über Netzwerke einzelner oder mehrerer Anbieter für den kabelgebundenen und kabellosen Zugriff. Mit der Fabric-Architektur des Unternehmens, der Unified Access zugrunde liegt, werden die Automatisierungsfunktionen von Avaya vom zentralen Netzwerk auf den Rand des Netzwerks ausgeweitet. Somit ist eine automatisierte Netzwerkbereitstellung an Hauptniederlassungen und Zweigstellen für drahtlose APs, Smartphones, IP-Tischtelefone und IoT-Hardware wie Überwachungskameras und Drucker möglich. Avaya legt den Schwerpunkt nach wie vor hauptsächlich auf Kunden in Nordamerika und EMEA, die zusammen ca. 87 % des Umsatzes des Unternehmens ausmachen. Zu den vorrangigen vertikalen Märkten gehören das Bildungs- und Gesundheitswesen sowie das Gastgewerbe, mit seiner weitreichenden Präsenz auf dem Gebiet der Unified Communications unterstützt Avaya jedoch eine breite Kundenbasis. Unternehmen in den Zielmärkten von Avaya sollten den Anbieter bei allen Ausschreibungen für die Zugriffsschicht mit in Erwägung ziehen.

Stärken
  • Avaya legt seinen Marketingschwerpunkt auf Kostenkontrolle durch eine Automatisierung, die Zero-Touch-Bereitstellung für Anwender, Geräte und Services ermöglicht. Dies zeigt, dass sich das Unternehmens des finanziellen Drucks bewusst ist, dem Unternehmens-IT-Kunden ausgesetzt sind.
  • Avaya hat seine drahtlosen APs der Serie 9100 mit Softwareprogrammierbarkeit aktualisiert. Somit können mehrere Funkgeräte mit 5 GHz betrieben werden, während andere im Dualbandmodus mit 2,4 GHz/5 GHz betrieben werden, wenn dies sinnvoll ist, um möglichst viele Kanäle zur Verfügung zu haben.
  • Die Avaya Identity Engines-Produktreihe für zentralisiertes Richtlinienmanagement ist jetzt mit Systemen für das Mobilgerätemanagement (Mobile Device Management, MDM) integriert, der Ignition Server des Anbieters für die Richtliniendurchsetzung kann somit alle Attribute, die ein Unternehmen in seiner MDM-Lösung erstellt, selbst zuordnen. Hierzu gehören der Name des Anwenders, der physische Standort, der kabelgebundene Authentifikator, über den ein Anwender auf das Netzwerk zugreift, die Tageszeit oder der Wochentag, das Betriebssystem des Geräts und einzelne Attribute, beispielsweise die Angabe, ob auf einem Gerät ein Jailbreak durchgeführt wurde.
Schwächen
  • Zugriffsschicht-Equipment, -Software und -Anwendungen machen lediglich 6 % des gesamten Jahresumsatzes von Avaya aus, und dieses Segment wuchs langsamer als der allgemeine Netzwerkgerätemarkt 2014. Unternehmen müssen diese Faktoren berücksichtigen, wenn sie Lieferanten für langfristige strategische Investitionen prüfen.
  • Die geplanten erweiterten cloudbasierten Managementfunktionen für WLAN blieben auf der Roadmap des Unternehmens für das 1. Halbjahr 2015, sind jedoch noch nicht kommerziell erhältlich, was die Attraktivität für Kunden vermindert, die cloudbasierte gegenüber lokal installierten Managementplattformen bevorzugen.
  • Das Avaya-Portfolio für verwaltete Services enthält die einsatzbereite Installation, Bereitstellung und Verwaltung eines WLANs, der Service ist jedoch noch nicht für Kunden für kabelgebundene Netzwerke verfügbar.

Brocade

Brocade nähert sich den Zugriffsschichtanforderungen hauptsächlich aus der Perspektive des kabelgebundenen Switchings und bietet ein vollständiges Portfolio von modularen Zugangs-Switches und solchen mit festem Formfaktor über seine HyperEdge-Architektur an. Brocade bietet keine WLAN-Lösung an, unterhält jedoch Beziehungen zu verschiedenen Partnern, darunter Aruba (jetzt eine Division von HPE), Aerohive und Ruckus Wireless. Die Zugriffsschichtlösungen von Brocade wurden mittlerweile in mehr als 5.000 Kundenumgebungen bereitgestellt, und die „Distributed Chassis”-Technologie des Unternehmens kann Switching-Schichten reduzieren und das Gesamtmanagement der Infrastruktur vereinfachen. Während der vergangenen 12 Monate führte Brocade mehrere neue Aggregierungs- und Edge Switches ein, nahm softwaredefinierte Netzwerkfunktionen in sein Switching-Portfolio auf und integrierte seine Switches mit der Management- und Richtliniensoftware seiner Partner. Brocade sollte für alle kabelgebundenen Switching-Anforderungen in mittelgroßen und großen Unternehmen in Erwägung gezogen werden.

Stärken
  • Die Stacking- und Distributed Chassis-Fähigkeiten von Brocade vereinfachen den netzwerkbetrieb durch die Reduktion der Anzahl der Management-Touchpoints.
  • Die Campus-Switches von Brocade sind attraktiv für Unternehmen, denen lange Switching-Lebenszyklen wichtig sind, da die neuen ICX-Switches Leistung, Skalierbarkeit, Funktionsfähigkeit und Investitionsschutz auf hohem Niveau bieten.
  • Brocade hat seine kabelgebundenen Switches mit WLAN-Partnern integriert und wird dies auch weiterhin tun, so dass Richtlinien zur Zugriffsinfrastruktur und deren Verwaltung von einer einzelnen Konsole aus gehandhabt werden können.
Schwächen
  • Ohne eigenes WLAN-Portfolio muss sich Brocade auf mehrere Technologiepartner stützen, und diese Beziehungen bleiben möglicherweise nicht langfristig bestehen. Darüber hinaus kann es sein, dass dieses Unternehmen nicht so schnell auf Anforderungen von Kunden nach vereinheitlichtem Zugriff reagieren kann wie Mitbewerber, die ihre eigenen WLAN-Produkte haben.
  • Trotz einer tief greifenden und gut durchdachten Switching-Architektur gehört Brocade nicht zu den 10 führenden Anbietern nach den Port-Shipments 2014.
  • Untersuchungen von Gartner haben ergeben, dass das Unternehmen für einige seiner durchgehenden Lösungen keine ähnlich aggressive Preisstrategie verfolgt wie andere Marktteilnehmer. Dennoch kann die Preisgestaltung des ICX-Campus-Switch-Portfolios von Brocade als wettbewerbsfähig bezeichnet werden.

Cisco

Cisco ist nach den Umsätzen 2014 der absolut führende Anbieter auf den Gebieten kabelgebundenes Zugriffs-Switching und WLAN und erscheint auf praktisch allen Auswahllisten von Kunden. Der Anbieter verfügt über zwei primäre Zugriffsschichtlösungen, darunter Cisco Catalyst/Aironet und Cisco Meraki Cloud Managed. Die Catalyst/Aironet-Lösung von Cisco bietet lokale Funktionalität einschließlich eines fundierten kabelgebunden Switching-Portfolios über die Catalyst-Serie modularer Switches und solcher mit festem Format, controllerbasierte Aironet-Zugangspunkte, Identity Services Engine (ISE) für richtlinienbasierten Zugriff sowie Prime für Managementfunktionen. Die Meraki-Lösung bietet einen separaten, cloudverwalteten Zugangspunkt und eine Serie von Switching-Produkten. Cisco investiert weiterhin aggressiv in seine Zugriffsschichtlösungen und hat im Laufe des vergangenen Jahres im Rahmen seines gesamten Meraki- und Catalyst/Aironet-Portfolios neue Hardware und Software eingeführt, darunter neue Switches und Zugangspunkte. Im Zusammenhang mit RFP-Anfragen von Kunden haben wir im vergangenen Jahr beobachtet, dass Cisco mit dem Meraki-Portfolio bei neuen Geschäftschancen und Upgrades von bestehenden Installationen immer mehr die Führung übernimmt, im Gegensatz zu seinen lokal installierten Lösungen. Das Meraki-Portfolio zeigt daher ein stärkeres Wachstum als traditionelle WLAN-Lösungen von Cisco. Kunden sollten Cisco global für alle Zugriffsschichtlösungen im Unternehmen berücksichtigen.

Stärken
  • Kunden von Gartner äußern sich sehr positiv über die cloudverwaltete Meraki-Lösung von Cisco, insbesondere zur Benutzerfreundlichkeit und zum Preis des Produkts.
  • Cisco kam mit seinen proprietären Multigigabit-2,5- und 5-Gbit/s-fähigen kabelgebunden Catalyst Ethernet-Switches früh auf den Markt und half so beim Schutz bestehender Investitionen in Enhanced Category 5(Cat5e)-Verkabelungen.
  • Cisco Connected Mobile Experiences (CMX) funktioniert mit den Meraki- und Catalyst/Aironet-Angeboten und bietet Standortservices und Analysefunktionen.
Schwächen
  • Cisco verfügt über zwei Produktserien für Zugriffsschicht-Konnektivität, die von separaten Entwicklungsteams stammen und inkonsistente Benutzeroberflächen und unterschiedliche Funktionen für Sicherheit, Gastzugang, Netzwerkmanagement und Richtliniendurchsetzung verfügen.
  • Anders als Lösungen von Mitbewerbern können die cloudverwalteten WLAN-Zugangspunkte (Meraki) von Cisco nicht auf Aironet-WLAN-Bereitstellungen übertragen werden. Dies stellt eine deutliche Einschränkung der Flexibilität von Kunden zur Skalierung und Änderung ihrer Bereitstellungen ohne zusätzliche Kosten dar.
  • Da die Cisco- und die Meraki-Architektur unterschiedlich sind, müssen Unternehmen darauf achten, welche Lösung bereitgestellt wird und ob Support vor Ort möglich ist.

Dell

Dell ist ein weltweit tätiger Lösungsanbieter mit einem vollständig vereinheitlichten Zugriffsschichtportfolio, dessen Umsätze mit kabelgebundenen Switching-Produkten schneller wachsen als der Markt insgesamt. Im 2. Quartal 2015 ging das Unternehmen eine Partnerschaft mit Aerohive für den Verlauf seiner WLAN-Lösung für Bereitstellungen in kleinen bis mittelgroßen Unternehmen ein. Für die Zukunft wird Cisco den Vertrieb seiner WLAN-Hardware vom OEM Aruba (ein Konkurrent von Dell im Switching-Bereich, den HPE im 2. Quartal 2015 übernahm) auf Bereitstellungen für Großkunden (generell mit mindestens 5.000 Mitarbeitern) fokussieren. Unternehmen sollten Dell für alle Zugriffsschichtlösungen in Erwägung ziehen, besonders solche für kleine und mittelgroße Unternehmen (SMBs) oder Midmarket-Unternehmen.

Stärken
  • Dell hat sein Campus-Switching-Portfolio mit den webverwalteten Switches der X-Serie für SMBs mit bis zu 1.000 Mitarbeitern aktualisiert. Das auf SMBs ausgerichteten Portfolio wurde darüber hinaus durch einen Switch mit festem Formfaktor der N-Serie für kleinere Unternehmen ergänzt; dieser kann mit der HiveManager-Zugriffslösung von Aerohive zur Verwaltung kabelgebundener Switches und kabelloser Zugangspunkte integriert werden.
  • Dells Strategie zur Vermarktung vereinheitlichter Zugriffslösungen, die „speziell” für SMBs konzipiert sind, zielt auf ein Segment ab, auf das sich die größeren Anbieter von Zugriffsschichtlösungen nicht besonders konzentrieren.
  • Zusätzlich zu seinen Switches und Wireless-Geräten unterstützen die verwalteten Netzwerkservices von Dell kabelgebundene und kabellose Hardware verschiedener wichtiger Anbieter, darunter Cisco, Brocade, Juniper, Aruba und Check Point.
Schwächen
  • Da Dell die Teile der Lösung nicht fertigt und für eine Komplettlösung strategische Partner einsetzt, können Kunden sich direkt an den Partner wenden, bis Dell selbst mit dem zusammen mit seinen Partnern erstellten Produktangebot einen differenzierenden Wertbeitrag leistet.
  • Dells Entscheidung zur Verwendung von Aerohives HiveManager für SMB-Kunden anstelle der früher angekündigten SaaS-basierten Managementlösung Networking Central Cloud könnte eine verwirrende Wirkung auf potenzielle Nutzer haben.
  • Gartners Untersuchungen haben ergeben, dass sich Dell weiterhin auf die Märkte in Nordamerika und im EMEA-Raum konzentriert. Kunden außerhalb dieser Regionen sollten klären, ob Dell in der Lage ist, kontinuierlichen Support an ihren Standorten anzubieten.

D-Link

D-Link ist ein wettbewerbsfähiger Anbieter kabelgebundener und kabelloser Lösungen für vereinheitlichte Zugriffsschichten. Die Hauptquelle der Umsätze des Unternehmens bleibt sein Portfolio aus kabelgebundenen Switches, das 71 % seines Geschäftsvolumens ausmacht, hauptsächlich auf Märkten außerhalb Nordamerikas. Die Werbebotschaften von D-Link heben die einfache Verwaltung, Skalierbarkeit und Erschwinglichkeit seiner Produkte hervor. Die wichtigsten Zielgruppen hierbei sind große Unternehmen und SMBs in den Bereichen Bildungswesen, Einzelhandel und Gastgewerbe. Kunden sollten D-Link für kabelgebundene und kabellose Netzwerkfunktionen für SMBs in Erwägung ziehen, auch für Bereitstellungen in Zweigstellen und räumlich entfernten Niederlassungen.

Stärken
  • D-Link bietet ein umfassendes Hardwareportfolio aus kabelgebundenen und WLAN-Komponenten an, darunter selbstständige, kabellose und softwareverwaltete Zugangspunkte für Einsatzbereiche wie etwa medizinische Gerätewagen, bei denen der Zugangspunkt Signale von verschiedenen Geräten zur Übertragung an das Netzwerk aggregieren kann.
  • D-Link ist nach wie vor führend im Bereich preisgünstiger kabelloser Switches und WLAN-Hardwareprodukte; Gartner sieht bei diesem Unternehmen Listenpreise für seine Unified Access-Hardware, die noch unter den rabattierten Preisen anderer Anbieter für Geräte mit ähnlicher Funktionalität liegen.
  • Das Smart Switch-Portfolio des Anbieters enthält das Produkt Auto Surveillance VLAN zur gerätefernen Erkennung, Einrichtung und der Videoübertragung von IP-Überwachungskameras über einen einzelnen kabelgebundenen Switch – diese Lösung spart erhebliche Kosten gegenüber dem Unterhalt dedizierter Hardware für die Videoüberwachung.
Schwächen
  • Obwohl die lokal installierte D-View 7-Plattform die Überwachung und Verwaltung von Geräten anderer Anbieter, die MIBs (Management Information Bases) nach Branchenstandard verwenden, ermöglicht, deckt der neue Softwarecontroller Central WiFiManager von D-Link (zur Verwaltung von bis zu 500 Remote-Zugangspunkten) nur die Hardware des Anbieters selbst ab.
  • Die Differenzierung von D-Link als Anbieter seiner eigenen durchgängigen kabelgebundenen und kabellosen Lösungen schwindet zunehmend, da sich Konkurrenten zusammenschließen oder strategische Partnerschaften eingehen, die eine engere Integration ihrer kabelgebundenen und kabellosen Zugriffsschichtfunktionen erlauben.
  • Die SaaS-basierte Verwaltungslösung CloudCommand von D-Link, bereitgestellt vom Partnerunternehmen PowerCloud Systems, bot im ersten Halbjahr 2015 noch keine Abdeckung für kabelgebundene Switches oder das wachsende Angebot von 802.11ac-Zugangspunkten von D-Link, was die Attraktivität des Angebots für den angesprochenen SMB-Markt vermindern dürfte.

Extreme Networks

Extreme Networks ist ein weltweit aktiver Anbieter mit einem umfassenden Angebot kabelgebundener und kabelloser Produkte, die eine breite Palette von Anforderungen von Großunternehmen, SMBs und Anbietern verwalteter Services erfüllen. Das Unternehmen verfügt über eine starke Präsenz in Nordamerika und im EMEA-Raum, wo es mehr als 80 % seines Gesamtumsatzes generiert. In diesen Regionen stammen die Umsätze aus dem Direktverkauf (12 %) und aus indirekten Vertriebskanälen (88 %). Extreme investiert weiterhin in Großunternehmen mit heterogenen Switch-Installationen und mit halbautonomen Zugangspunkten, die mit und ohne Controller arbeiten, was in kleineren Umgebungen bei der Einsparung von Kosten hilft. Kunden sollten Extreme für seine Zugriffsschicht-Netzwerklösungen für „Greenfield”-Anwendungen in Erwägung ziehen, aber auch für Aktualisierungen vorhandener Installationen in Nord- und Südamerika sowie im EMEA-Raum.

Stärken
  • NetSight von Extreme ist eine einzelne Konsole, die das zentralisierte Multivendor-Management ermöglicht – einschließlich des Managements des gesamten kabelgebundenen und kabellosen Portfolios – und lokal wie auch in virtueller Form in einer öffentlichen oder privaten Cloud-Umgebung bereitgestellt werden kann.
  • Die Möglichkeit, Berichte zu MOSs (Mean Opinion Scores, Bewertungsmittelwerten) für Sprachanwendungen zu erstellen, bedeutet, dass Extreme einer der wenigen Anbieter ist, die die Zugriffsschicht für alle Unternehmen, die ein „vollständig kabelloses Büro” anstreben, optimieren kann.
  • Die Analyseengine-Software Purview von Extreme bietet Informationen darüber, wer sich im Netzwerk befindet, auf welche Anwendungen diese Personen zugreifen, wo sie sich befinden und welches Gerät sie verwenden.
Schwächen
  • Extreme hat in den letzten 12 Monaten seine Marketinganstrengungen mit der Werbebotschaft rund um die Begriffe „einfach, schnell und intelligent” intensiviert. Zwar nahm die Zahl der Kundenanfragen zu, doch die Marke ist bei Kunden von Gartner (im Vergleich zu den führenden Mitbewerbern) weniger bekannt und taucht daher außerhalb ihrer Zielmärkte weniger häufig auf Auswahllisten von Kunden auf.
  • Zwar weitet dieser Anbieter seine Vertriebskanalorganisation weiter aus, Unternehmen sollten jedoch mit Wiederverkäufern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass Extreme den benötigten Support in ihrer jeweiligen Region oder für ihren Markt bereitstellen kann.
  • Aus Gartner vorliegenden Geschäftsabschlüssen geht hervor, dass die Preise für die Lösungen von Extreme weniger aggressiv gestaltet sind als die anderer Marktteilnehmer.

Hewlett Packard Enterprise (Aruba Networks)

2015 übernahm Hewlett Packard Enterprise (HPE) Aruba Networks. Die Kombination der kabelgebundenen Switching-Produkte von HPE mit den WLAN- und Mobilitätsprodukten von Aruba ermöglicht eine leistungsstarke Zugriffslösung. Wenn man von den Umsätzen des Jahres 2014 ausgeht, verbindet dieser Zusammenschluss den zweitgrößten Anbieter von Campus-Switching-Lösungen mit dem zweitgrößten WLAN-Anbieter. Wie bei jeder großen Übernahme gilt jedoch auch hier, dass die Umsetzungsleistung während der ersten 12 Monate für den Erfolg entscheidend ist. HPE (Aruba Networks) steht der erheblichen Herausforderung gegenüber, mehrere Hardware-, Software- und Managementproduktlinien zu integrieren und zu rationalisieren und zwei Unternehmenskulturen zusammenzuführen. Voraussichtlich wird die neue Division die interne HPE-Switching-Serie weiterhin nutzen, aber auch das WLAN-Portfolio von Aruba und ClearPass als wichtigstes WLAN- und Richtlinienmanagement-Softwareprodukt bewerben, während AirWave von Aruba und die Intelligent Management Center(IMC)-Managementanwendungen von HPE wahrscheinlich zusammengeführt werden. Kunden in aller Welt sollten HPE (Aruba Networks) für alle kabelgebundenen und WLAN-Zugriffsschichtlösungen in Erwägung ziehen.

Stärken
  • Kunden von Gartner geben an, mit ClearPass von Aruba sehr zufrieden zu sein; das Produkt ermöglicht Gastzugang, Geräteprofilierung, Posture Assessment, Onboarding und vieles mehr.
  • Zum FlexCampus-Switching-Angebot von Aruba gehört eine umfassende Auswahl modularer und fester Switches mit aggressiven Preisen und einer Lebenszeitgarantie (nach Geschäftsabschlüssen, die Gartner vorliegen).
  • Die Management- und Serviceanwendungen von Aruba (ClearPass, IMC, Meridian und AirWave) unterstützen Nicht-HP-Geräte, was die Orchestrierung in Multivendor-Umgebungen vereinfacht.
Schwächen
  • HPE hat noch keine klare Roadmap mit auf die Integration folgenden Anstrengungen für das kombinierte Aruba Networks/HPE-Zugriffsschichtportfolio vorgelegt. Unternehmen sollten auf die aktualisierte Roadmap achten, um sicherzugehen, dass sie ihren Anforderungen entspricht.
  • Aufgrund der erfolgten Übernahmen erwarten wir kontinuierliche Änderungen bei den bestehenden Partnerbeziehungen von Aruba. Organisationen, die Lösungen von Aruba Networks über OEM-Partner (Dell, ALE, Brocade oder Juniper) erwerben, sollten den Direktkauf bei HPE (Aruba Networks) erwägen.
  • Kunden, die kürzlich kabelgebundene Switches von Aruba Networks oder ältere kabellose Zugangspunkte von HPE erworben haben, sollten nach ausführlichen Support- und Migrationsplänen fragen.

Huawei

Die Enterprise Business Group (EBG) von Huawei ist ein weltweit aktiver Lösungsanbieter mit starker Präsenz in China, woher 68 % seiner Umsätze im Zugriffsschichtbereich stammen. Das Unternehmen weitet jedoch seine Aktivitäten im EMEA- und Asien/Pazifik-Raum weiter aus. Huawei verfügt über einen zunehmend ausgereiften Wiederverkäuferkanal, der für 97 % seiner Umsätze verantwortlich ist, und EBG wendet sich an das Bildungswesen, die Finanzbranche, die Energie- und Transportbranche sowie an den öffentlichen Sektor.

Die Agile Network Solutions von Huawei unterstreichen die End-to-End-Campus-Networking-Vision dieses Anbieters, der die Funktionen und Fähigkeiten kontinuierlich erweitert, um neue und steigende Anforderungen von Unternehmen zu erfüllen. Unserer Auffassung nach ist die Präsenz von Huawei EBG im Rechenzentrumsbereich oder im Core-Bereich großer Unternehmen stärker als bei Zugriffsschichtlösungen. Kunden sollten Huawei dort für alle Zugriffsschichtlösungen in Erwägung ziehen, wo das Unternehmen präsent ist, vor allem in China.

Stärken
  • Die eSight-Management- und Netzwerkanwendungen von Huawei unterstützen nicht von Huawei stammende Geräte, etwa solche von HP oder Cisco, was die Orchestrierung in Multivendor-Umgebungen vereinfacht.
  • Huawei verfügt über eine starke Basis im Switching-Bereich und bietet eine große Auswahl modularer und fester Switches an, verfügt aber auch über ein kabelloses Angebot. Huawei hat seine Unterstützung von Netzwerkanwendungen über den Gastzugang und das Onboarding hinaus erweitert und bietet jetzt standortsensitive Funktionen und Analysemöglichkeiten an. eSight unterstützt das detaillierte SLA-Management auf Grundlage des unternehmenseigenen Packet Conversion Algorithm for Internet (iPCA) und kann den Netzwerkdatenverkehr analysieren.
  • Huawei bietet eine cloudbasierte, zentralisierte Managementlösung an, bei der die eSight-Managementlösung in einer Multitenant-Cloudumgebung bereitgestellt wird.
Schwächen
  • Die Umsätze von Huawei mit technisch ausgereiften kabelgebundenen und kabellosen Lösungen wachsen weiterhin, andererseits ist das Unternehmen aufgrund seiner begrenzten Marketingaktivität außerhalb Chinas nicht umfassend bekannt, obwohl es über 6.000 Partner verfügt.
  • Kunden, die Sprachlösungen implementieren möchten, müssen mit Huawei zusammen ein Verständnis dafür aufbauen, welche Tools über normale QoS(Quality of Service)-Statistiken hinaus verfügbar sind, um die Leistung sicherzustellen.
  • Nur 28 % der Umsätze von Huawei stammen von außerhalb der Region Asien/Pazifik. Unternehmen sollten nach Referenzen für die Implementierung und den Service in Frage kommender Huawei-Lösungen aus anderen Regionen fragen.

Juniper Networks

Juniper Networks bietet Zugriffsnetworking mit seinem EX Series-Portfolio kabelgebundener Switching-Produkte, hat jedoch die Entwicklung seines WLAN-Portfolios über 802.11n hinaus eingestellt. Für neue WLAN-Anforderungen nutzt Juniper ein Partner-Framework, zu dem derzeit Aruba und Ruckus gehören. 2014 lag Juniper beim Umsatz an vierter Stelle unter den Anbietern kabelgebundener Switching-Produkte; das Unternehmen bietet eine fundierte und gut durchdachte Campus-Switching-Architektur an. Im Laufe der letzten 12 Monate hat Juniper seine EX9200-Core-Switching-Plattform mit neuen Hardwaremodulen erweitert und den neuen High-Density-Campus-Switch EX4600 eingeführt, der auch als Core in kleineren Umgebungen fungieren kann. Juniper sollte für kabelgebundene Switching-Lösungen in mittelgroßen und großen Unternehmen in Erwägung gezogen werden.

Stärken
  • Juniper hat bei Kunden in seinen zentralen vertikalen Märkten, der Finanzdienstleistungsbranche und dem Technologiesektor einen sehr guten Ruf für seine qualitativ hochwertigen Produkte, wie in Meinungsumfragen bekräftigt wurde.
  • In Wettbewerbsszenarien verfolgt Juniper eine aggressive Preisstrategie für seine Campus-Switches.
  • Das Portfolio von Juniper ist standardbasiert und umfasst mehrere Optionen für die Automatisierung, darunter Stacking, OpenFlow und Python-Scripting.
Schwächen
  • Was die langfristige Zusage von Juniper für die Unterstützung von Campus-Netzwerkumgebungen in großen und mittelständischen Unternehmen anbelangt, bestehen aufgrund verwirrender Nachrichten und eines Übergangs von der eigenen WLAN-Produktfamilie zu einer partnerorientierten Strategie für kabellose Lösungen auf der Basis des Open Convergence Framework Bedenken.
  • Die Beteiligung am Open Convergence Framework von Juniper ist möglicherweise nur von kurzer Dauer, wenn sich der Partner in eine andere Richtung orientiert. Zwar bietet dieses Konzept den Kunden von Juniper die Möglichkeit, durch neue Partner eingebrachte Technologieveränderungen zu nutzen, es bringt jedoch auch Migrationsprobleme mit sich und wirft für manche Lösungen unter Umständen Fragen in Bezug auf die langfristige Unterstützung auf.
  • Die Fähigkeit der Kunden, eine einheitliche Zugriffschicht mit einer einzelnen Richtlinien-, Sicherheits- und Managementschnittstelle zu implementieren, kann durch den Grad der Integration zwischen Juniper und seinen Open Convergence Framework-Partnern beeinflusst sein. Die Unternehmen müssen sicherstellen, dass die vorgeschlagenen Lösungen ihren geschäftlichen Anforderungen entsprechen.

Ruckus Wireless

Ruckus Wireless ist ein globaler Anbieter, der seinen Schwerpunkt weiterhin auf das Unternehmensnetzwerk legt. Dies zeigte sich in einem Wachstum des Unternehmensgeschäfts des Anbieters in Höhe von 22 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Anbieter verkauft über 96 % über den Channel und kann in allen geografischen Bereichen einen starken Umsatz verzeichnen. Als einer der ersten Anbieter hat Ruckus 802.11ac Wave 2-Zugangspunkte angekündigt und ausgeliefert. Außerdem hat Ruckus eine Geschäftsbeziehung mit Juniper angekündigt, um seine Möglichkeiten zur Bereitstellung einer durchgängigen kabelgebundenen und kabellosen Lösung zu erweitern. Ruckus bietet eine controllerbasierte Architektur, die virtuell mit der kompletten Suite von SmartFlex-Anwendungen bereitgestellt werden kann, und dies lokal oder als cloudverwalteter Service. Kunden sollten Ruckus in allen geografischen Bereichen für WLAN-Lösungen in Gastgewerbe, Behörden, Bildungswesen, Einzelhandel und Fertigung in Erwägung ziehen.

Stärken
  • Ruckus investiert weiterhin in flexible Bereitstellungsoptionen. Die virtualisierte Unternehmensarchitektur ermöglicht eine Bereitstellung vor Ort sowie in Form von Public/Private Cloud-Services.
  • Ruckus hat seine Unterstützung für Netzwerkanwendungen über den Gastzugriff und Onboarding hinausgehend ausgeweitet und bietet nun standortbezogene Funktionen (Smart Positioning Technology [SPoT]) und Analysen (SmartCell Insight [SCI]), sowie funkkommunikationsspezifische Funktionen mit ChannelFly, SmartCast und SmartSec, um eine optimale kabellose Lösung zu ermöglichen.
  • Ruckus ist dabei, über sein Public-Cloud-Angebot, das von Ruckus verwaltet, jedoch über dessen Partnerkanal angeboten wird, seine Präsenz bei verwalteten Services auszuweiten.
Schwächen
  • Ruckus ist WLAN-orientiert und verfügt über keine Palette von Produkten für kabelgebundenes Switching. Zwar ist der Anbieter eine Partnerschaft mit Juniper eingegangen, für das Switching kann jedoch auf konkurrierende Anbieter zurückgegriffen werden, um eine vollständige Lösung für die Zugriffsschicht zu bieten.
  • Ruckus erreicht in seinen zentralen vertikalen Märkten (Bildung/Gastgewerbe/Fertigung) eine stärkere Marktdurchdringung, bei Unternehmensbereitstellungen findet Gartner den Anbieter jedoch nicht oft in der engeren Auswahl.
  • Mit der Managementkomponente des Anbieters (FlexMaster) können zurzeit anders als bei vielen Top-Wettbewerbern nur Ruckus-Geräte verwaltet werden. Über eine API ist eine Integration mit externen Komponenten möglich.

Zebra

Zebra Technologies Motorola ist ein weltweiter Marktführer bei WLAN in Einzelhandel, Gastgewerbe, Transportwesen, Logistik und Fertigung. Zebra hat das WLAN-Portfolio der ehemaligen Motorola Solutions integriert. In seinen vertikalen Zielmärkten legt der Anbieter den Schwerpunkt auf Lösungen wie die T5 System Power over VDSL-Plattform, die Hotels die Möglichkeit einer 802.11n/ac-Backhaul-Verbindung von den Gästezimmern über die vorhandene Telefonleitung bietet, und die MPact-Plattform für Standortservices, die Wi-Fi- und Bluetooth-Niedrigenergiesender unterstützt. Zebra sollte für alle WLAN-Lösungen im Einzelhandel, in der Fertigung und anderen vertikalen Branchen mit Anforderungen in Bezug auf Datenerfassung oder Standort in die engere Auswahl gezogen werden.

Stärken
  • Bei der Plattform WiNG 5 Enterprise mit ihrer NSight-Analyse für vorausschauendes Management handelt es sich um ein hoch skalierbares WLAN-Angebot.
  • Kunden, die IoT-Lösungen in ihre Abläufe einführen, sollten die Zebra-Lösung Zatar in Betracht ziehen, eine cloudbasierte Plattform für Anwendungen, über die Unternehmen Anwendungen erstellen können.
  • Kunden aus kleinen und mittelständischen Unternehmen sollten WiNG Express von Zebra in Erwägung ziehen. Bei dieser Lösung kann ein drahtloser Zugangspunkt als virtueller Controller für bis zu 25 weitere Zugangspunkte fungieren. Im Vergleich zu controllerbasierten WLAN-Architekturen können auf diese Weise bei kleinen Bereitstellungen Kosten gesenkt werden.
Schwächen
  • Zebra Technologies ist in seinen zentralen vertikalen Märkten präsent, Gartner findet Zebra allerdings nicht oft in der engeren Auswahl für Unternehmensbereitstellungen.
  • Die WLAN-OEM-Beziehungen von Zebra mit Extreme Networks und Brocade wurden beendet. Dies ist ein Zeichen für strategische unternehmenspolitische Änderungen bei diesen Partnern und hat dazu geführt, dass Zebra 2014 insgesamt langsamer als der Markt gewachsen ist.
  • 67 % des Umsatzes von Zebra werden in Nordamerika generiert. Unternehmen in anderen Regionen müssen sicherstellen, dass ihre ausgewählten Vertriebspartner konkurrenzfähige Angebote unterbreiten und effektiv Zugriffsnetzwerklösungen auf Basis von Zebra-Produkten entwickeln, implementieren und unterstützen können.

Hinzugekommene und ausgeschiedene Anbieter

Wir überprüfen und passen unsere Aufnahmekriterien für Magic Quadrants und MarketScopes je nach Marktsituation an. Dies kann dazu führen, dass sich die Auswahl der im Magic Quadrant oder im MarketScope-Modell aufgeführten Anbieter mit der Zeit ändert. Wenn ein Anbieter in einem Jahr in einem Magic Quadrant oder MarketScope berücksichtigt wird und im nächsten Jahr nicht, muss dies nicht heißen, dass wir unsere Meinung über diesen Anbieter geändert haben. Möglicherweise ist dies lediglich auf eine veränderte Marktsituation und auf entsprechend geänderte Evaluierungskriterien oder auf die Änderung des geschäftlichen Fokus des Anbieters zurückzuführen.

Hinzugefügt

Im diesjährigen Magic Quadrant kamen die folgenden Anbieter hinzu:

  • Allied Telesis
  • Brocade
  • Ruckus
  • Zebra (hat Motorola Solutions übernommen)

Ausgenommen

Die folgenden Anbieter wurden im letztjährigen Bericht berücksichtigt, haben jedoch die Aufnahmekriterien nicht erfüllt:

  • Xirrus ist ein Anbieter mit breitem Sortiment an Unified-Access-Lösungen, die mit Optionen für cloudbasiertes oder lokales Management bereitgestellt werden können. Xirrus verkauft seine Produkte über globale direkte und indirekte Kanäle in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen, Einzelhandel und Gastgewerbe. Der Anbieter verfügt über eine starke Präsenz, was Konnektivität an öffentlichem Plätzen wie Stadien und Umgebungen mit hoher Anwenderdichte anbelangt.
  • Adtran ist auf dem Markt der Serviceanbieter stark vertreten und verkauft sein Unternehmensangebot über Vertriebspartner. Adtran verfügt mit seinen Produkten vWLAN und NetVanta in seinem Internetworking-Portfolio über eine umfassende durchgängige Lösung für die Zugriffsschicht, die Umsätze im Unternehmensbereich sind jedoch begrenzt.
  • Die Einträge zu HP Networking und Aruba Networks wurden kombiniert, da Aruba Networks von HPE übernommen wurde.

Weitere Anbieter

Es gibt einige weitere Anbieter, die bei Gartner-Kunden auf Interesse stoßen und/oder diesen Markt im Lauf der Zeit beeinflussen könnten. Diese Anbieter erfüllen unsere Aufnahmekriterien zurzeit nicht, können jedoch in bestimmten Anwendungsszenarien eine Lösung bieten, was die Konnektivität für die Zugriffsschicht von Unternehmen anbelangt. In manchen Fällen verkaufen diese Anbieter ihre Produkte an Kunden außerhalb der herkömmlichen IT-Organisation. Zu den von uns beobachteten speziellen Anbietern gehören u. a.:

  • Netgear
  • Ubiquiti Networks
  • ZTE

Aufnahme- und Ausschlusskriterien

Für den Magic Quadrant 2015 gelten andere Aufnahmekriterien als in früheren Versionen dieses Berichts. Da wir die Marktevaluierung fortsetzen, werden die Umsätze für kabelgebundene Campus-Switches und kabellose Unternehmenslösungen nicht gesondert als individuelle Kriterien betrachtet, sondern kombiniert und gleich gewichtet, wenn die Anbieter Gartner ihren Umsatz melden.

Um festzulegen, welche Anbieter in dieser Studie behandelt werden sollen, wurden folgende Aufnahmekriterien berücksichtigt:

  • Anbieter im Magic Quadrant müssen in der Lage sein, ein klares Verständnis für die Zugriffsschicht-Networkinganforderungen von Unternehmen unter Beweis zu stellen.
  • Die Anbieter müssen zu den 17 führenden Anbietern des Jahres 2014 bei den mit WLAN-Lösungen erzielten Umsätzen gehören; dies beinhaltet Geräte und Anwendungen sowie Campus-Switching, wie im Gartner-Bericht „Market Share: Enterprise Network Equipment by Market Segment, Worldwide, 1Q15” (Netzwerkgeräte für Unternehmen nach Marktanteil, 1. Quartal 2015) angegeben.
  • Alle Hardware- und Softwarekomponenten müssen auf der veröffentlichten Preisliste des Anbieters verfügbar sein. Alle Umsätze mit Zugriffsschichtprodukten müssen mit vom Anbieter gefertigten oder OEM-Komponenten erzielt werden.
  • Die damit verbundenen Produkte müssen in Umgebungen von Unternehmen installiert sein; hierzu können auch Ladenlokale, Gesundheitsfürsorge- oder Bildungseinrichtungen gehören. Der Produktumsatz darf nicht aus Kongresszentren, Hotels oder dem Mobilfunk-Offloading für Außenumgebungen stammen. Nicht dazu gehören öffentliche Veranstaltungsorte wie Stadien, Gemeindeinstallationen oder Transporteinrichtungen wie Bahnhöfe oder Buszentralen.
  • Die Anbieter müssen im Einzelnen belegen, dass und wie sie diese Kriterien erfüllen.

Evaluierungskriterien

Umsetzungsfähigkeit

Wir passen die Gewichtungen und Kriterien für diesen Magic Quadrant laufend weiter an, da sich die Anforderungen der Käufer und die Marktkräfte verändern. Diese entscheiden darüber, welche Lösung die Anbieter bereitstellen sollten.

Gartner evaluiert Technologieanbieter anhand der Qualität und Wirksamkeit ihrer Prozesse, Systeme, Methoden und Verfahren, die als Grundlage für die wettbewerbsfähige, effiziente und effektive Leistung dieser IT-Anbieter dienen und sich positiv auf Erträge, Kundenbindung und Ruf auswirken. Technologieanbieter werden letzten Endes anhand ihrer Kompetenz und ihres Erfolgs in Bezug auf die Kapitalisierung ihrer Vision gemessen.

Produkt oder Service: Wir evaluieren Zugriffsschicht-Infrastrukturprodukte und -services, die aus Switches, Zugangspunkten und zugehörigen Komponenten, wie etwa externen Antennen oder Gehäusen für den Außeneinsatz, bestehen und die für durchgängige Lösungen auf verschiedenen vertikalen Märkten benötigt werden. Darüber hinaus betrachten wir Netzwerkservices, etwa Management-, Überwachungs-, Gastzugang-, Richtliniendurchsetzungs- und Sicherheitsanwendungen. Wir berücksichtigen Produkt- und Architektur-Migrationsstrategien von älteren Implementierungen, ob von einem derzeit genutzten oder einem neuen Lösungsanbieter. Darüber hinaus behandeln wir Fähigkeiten bei Wartungs- und Bereitstellungsservices.

Allgemeine Tragfähigkeit: Hierzu gehört eine Beurteilung der finanziellen Solidität des Anbieters sowie des finanziellen und praktischen Erfolgs des Unternehmens. Ferner bewerten wir, ob der Anbieter weiterhin in sein Zugriffsschicht-Geschäft investiert, etwa in die Entwicklung von Technologien und Produkten sowie in die Auslieferung seiner Lösungen auf dem Markt (Vertriebskanäle, Marketingkommunikation und Servicebereitstellung).

Verkauf/Preisgestaltung: Hierzu gehört die Kompetenz des Anbieters im Hinblick auf Presales-Aktivitäten und die Struktur, die diese unterstützt. Dieses Kriterium umfasst das Abschlussmanagement, die Preisgestaltung und -verhandlungen, den Presales-Support (einschließlich der Kommunikation differenzierender Funktionen) und die direkte und indirekte Effektivität des Vertriebskanals insgesamt.

Reaktionsfähigkeit des Marketings und nachgewiesene Erfolge: Hierzu gehören auch die Qualität und Effektivität der Marketingbotschaften des Anbieters in Bezug auf die Marktkommunikation der Vorteile und differenzierenden Möglichkeiten seiner Produktlinien, des Unternehmens und der unterstützenden Partner und Services. Diese Evaluierung berücksichtigt auch die Geschichte der Marketingbotschaften des Anbieters und dessen Fähigkeit, auf geänderte Anforderungen auf seinen Zielmärkten zu reagieren.

Vermarktung: Dieses Kriterium legt den Schwerpunkt auf die Wahrnehmung des Anbieters auf dem Markt sowie darauf, wie gut dessen Marketingprogramme aufgenommen werden. Bei der Zugriffsschicht-Infrastruktur konzentrierte sich die Evaluierung darauf, wie gut der Anbieter den Markt rund um seine zentralen Marketingbotschaften und Eigenschaften beeinflussen konnte. Ein zusätzlicher Indikator für dieses Kriterium ist die Häufigkeit, mit der Kunden von Gartner einen Anbieter als möglichen Lieferanten im Rahmen einer Kurzlistenevaluierung in Betracht ziehen.

Kundenzufriedenheit: Wir ermitteln, wie Kunden und Partner den Anbieter sehen. Für diese Evaluierung wird das Feedback von Gartner-Kunden aus Untersuchungen, persönlichen Gesprächen und schriftlichen Antworten in Bezug auf die Anbieter in erheblichem Umfang berücksichtigt. Eine wichtige Komponente dieser Kategorie ist die Fähigkeit des Anbieters, einen leistungsstarken Presales- und Postsales-Support zu bieten, insbesondere im Hinblick auf die Anforderungen der jeweiligen Branche.

Tabelle 1. Evaluierungskriterien für die Umsetzungsfähigkeit

Evaluierungskriterien

Gewichtung

Produkt oder Service

Hoch

Allgemeine Tragfähigkeit

Mittel

Verkauf/Preisgestaltung

Mittel

Marktsensibilität/Erfolgsgeschichte

Mittel

Vermarktung

Mittel

Kundenzufriedenheit

Hoch

Betriebliche Prozesse

Nicht bewertet

Quelle: Gartner (September 2015)

Vollständigkeit der Vision

Gartner evaluiert Technologieanbieter hinsichtlich ihrer Fähigkeit, überzeugende logische Aussagen zum aktuellen und künftigen Marktausblick, zu Innovationen, Kundenanforderungen und Wettbewerbskräften zu treffen. Anbieter werden letztendlich anhand ihrer Fähigkeit bewertet, Marktkräfte zu verwerten, um Geschäftschancen für das Unternehmen zu erschließen.

Marketingverständnis: Dieses Kriterium schließt die Bewertung ein, ob die Marketingstrategie des Anbieters eine klare und verständliche Botschaft enthält, die auf die Anforderungen des Marktes in Bezug auf Technologien und Services reagiert. Darüber hinaus untersuchen wir, ob die Botschaft und die unterstützenden Produkte des Anbieters in Bezug auf die Anforderungen, die der Markt an Zugriffsschichtlösungen stellt, innovativ sind oder diese lediglich erfüllen.

Marktstrategie: Wir bewerten die Fähigkeit des Anbieters, in die Zukunft zu blicken und die Richtung des Marktes mit Produktroadmaps und Angeboten zu beeinflussen. Darüber hinaus betrachten wir die Werbebotschaften und Marketingkampagnen und prüfen, inwieweit diese differenzierende Funktionen und Wertangebote kommunizieren. Entsprechen die Inhalte dieser Aussagen den Markttrends und den Anforderungen von Endanwendern? Konzentrieren sich die Anbieter auf den Aufbau ihrer Core-Kompetenzen, oder investieren sie in eine zufällige Auswahl von Technologien?

Angebots-/Produktstrategie: Für dieses Kriterium untersuchen wir, ob die aktuelle und für die Zukunft geplante Produktlinie die Anforderungen der aktuellen Käufer erfüllt und wie dies auch für die Zukunft sichergestellt werden soll. Wir bewerten, ob der Anbieter einfach nur Produkte entwickelt, die der Käufer nachfragt, oder ob er die Herausforderungen für diese Käufer im Voraus erkennt und Ressourcen für deren Bewältigung zuweist.

Vertikale Strategie/Branchenstrategie: Wir bewerten, ob die Strategie, die direkten Ressourcen, Kompetenzen und Lösungen des Anbieters die Anforderungen der Marktsegmente, einschließlich vertikaler Branchen, erfüllen. Kann sich der Anbieter auf diesem Markt mit Lösungen positionieren, die speziell für die besonderen Anforderungen vieler Branchen, etwa des Gesundheitswesens, der Logistik-, der Fertigungs-, der Einzelhandelsbranche oder des Gastgewerbes, entwickelt wurden?

Innovation: Dieses Kriterium prüft, was der Anbieter unternommen hat, um zukünftige Anforderungen an die Infrastruktur der Zugriffsebene zu erfüllen. Hierzu gehören die engere Integration mit kabelgebundenen Netzwerkprodukten sowie die Unterstützung für Sprache, Video und Anwendungen. Hat der Anbieter aktuelle und zukünftige Produktlinien erfolgreich differenziert, um die Anforderungen der Kunden jetzt und in zwei bis fünf Jahren zu erfüllen?

Geografische Strategie: Im Rahmen dieses Kriteriums wird untersucht, ob der Anbieter die Produkt- und Supportanforderungen weltweit aktiver Unternehmen erfüllt.

Tabelle 2. Evaluierungskriterien für die Vollständigkeit der Vision

Evaluierungskriterien

Gewichtung

Marktverständnis

Mittel

Marketingstrategie

Mittel

Vertriebsstrategie

Nicht bewertet

Angebots-/Produktstrategie

Hoch

Geschäftsmodell

Nicht bewertet

Vertikale Strategie/Branchenstrategie

Mittel

Innovation

Hoch

Geografische Strategie

Niedrig

Quelle: Gartner (September 2015)

Beschreibungen der Quadranten

Marktführer

Ein Anbieter im Quadranten „Marktführer” hat gezeigt, dass er mit der Breite seiner Zugriffsschicht-Produktfamilie in der Lage ist, eine umfassende Palette von Kundenanforderungen zu erfüllen. Marktführer verfügen über die Fähigkeit, den Markt zu beeinflussen und vollständige und differenzierende Zugriffsschichtanwendungen sowie weltweiten Service und Support bereitzustellen. Marktführer sollten gezeigt haben, dass sie in der Lage sind, den Markt zu formen, starke Beziehungen mit ihren Kanälen und Kunden unterhalten und keine offensichtlichen Lücken in ihren Portfolios haben.

Herausforderer

Ein Lieferant im Quadrant „Herausforderer” kann eine nachhaltige Leistung auf dem Markt nachweisen und zeigt eine klare und langfristige Tragfähigkeit, verfügt jedoch möglicherweise über kein vollständiges Portfolio von Produkten oder Netzwerkanwendungen im Zugriffsschichtbereich. Dazu kommt, dass Herausforderer oft noch nicht gezeigt haben, dass sie den Markt mit differenzierenden Funktionen formen und umgestalten können.

Visionäre

AEin Anbieter im Quadranten „Visionäre” hat gezeigt, dass er in der Lage ist, die Features in seinem Angebot so zu erweitern, dass er ein einzigartiges und differenziertes Marktkonzept zeigt. Visionäre haben in einem oder mehreren zentralen Bereichen der Zugriffsschichttechnologien für Unternehmen (etwa Konvergenz, Sicherheit, Verwaltung oder Betriebseffizienz) Innovationen entwickelt. Ihre Position wird weiterhin von ihrer Fähigkeit zur Anwendung differenzierender Funktionen in der gesamten Zugriffsschicht bestimmt.

Nischenanbieter

Ein Anbieter im Quadranten „Nischenanbieter” verfügt über ein annähernd vollständiges Produktangebot, ist aber möglicherweise nicht in der Lage, die Entwicklung zu steuern oder differenzierende Funktionen anzubieten, da ein Teil der Lösung (eine Hardwarekomponente oder eine Netzwerkanwendung) über eine strategische Partnerschaft angeboten wird. Solchen Anbietern können auch starke Vermarktungsfähigkeiten fehlen, wodurch ihre regionale oder globale Reichweite oder die Servicefähigkeiten im Rahmen ihres Produktangebots eingeschränkt werden. Nischenanbieter verfügen oft über eingehende Branchenkenntnisse und sind eine geeignete Wahl für Anwender auf den vertikalen Märkten, auf die sich diese Anbieter spezialisiert haben.

Kontext

Im Bereich der Zugriffsschicht ergaben unsere Anfragen bei Kunden, dass sich Unternehmen bei der Client-Konnektivität für Mobilgeräte als erste Option für kabellose Lösungen entscheiden. Viele erwägen kabellose Lösungen für die erste Verbindung aller Geräte und begegnen Sicherheits- und Leistungsproblemen mit Netzwerkdruckern und verwenden Softphones oder VoWLAN(Voice over Wireless LAN)-Schreibtischtelefone, da die Auswahl der korrekten Anzahl und Art von Switching-Ports am Rand des Netzwerks fortlaufend Änderungen ausgesetzt ist. Während sich der Bandbreitenbedarf für die einzelnen Benutzer nicht verändert hat, führen die Anzahl der kabellosen Verbindungen, die Priorisierung der Anwendungen und die große Anzahl von Bereichen mit hoher Transaktionsdichte dazu, dass Anbieter ihren Vertriebspartnern klar machen müssen, dass sich diese nicht nur um Wireless-Probleme, sondern auch um potenzielle Aggregierungsprobleme bei der Upstream-Konnektivität vom Verteilerschrank-Switch aus zu kümmern haben.

Da Unternehmen zunehmend auf kabellose Verbindungen setzen, sollten sich Kunden auf die Sprach- und Videoconferencing-Leistung konzentrieren sowie auf die Fähigkeit eines Anbieters, Latenzproblemen zu begegnen und entweder über den R-Faktor (Rating Factor) oder den MOS (Mean Opinion Score) für Benutzer zu berichten. Neue Funktionen wie Standortsensitivität und Anwendungsleistung, Multivendor-Fähigkeiten und Geräte-/Netzwerkanalysen bieten Funktionalität und Rechtfertigung für kabellose Lösungen sowie eine bessere Transparenz der gesamten Zugriffsschicht. Die Entscheidung zur Verlagerung von Bereitstellung, Verwaltung oder Sicherheit in die Cloud basiert auf dem jeweiligen Anwendungsfall des Unternehmens und hängt in der Regel von der verfügbaren Bandbreite und der Leistung der Breitbandkonnektivität zum Standort ab oder aber von dem Zwang, weitere Unternehmensanwendungen in der Cloud zu nutzen.

Marktübersicht

2014 ergab eine Erhebung unter Zugriffsschicht-Kunden, dass 75 % ihre durchgängige Zugriffsschichtlösung von einem einzigen Anbieter beziehen wollen. Für diesen Bericht haben wir die Berücksichtigungskriterien geändert; diese basieren jetzt vollständig auf dem Gesamtumsatz mit kabelgebunden und WLAN-Komponenten, die nicht mehr getrennt betrachtet werden. Darüber hinaus haben wir festgestellt, dass Umsatz und Produktlösungen auf Großunternehmensumgebungen konzentriert sein müssen. Wir haben die im Zusammenhang mit Public-Venue-Lösungen bestehende Verwirrung beseitigt, indem wir diese Anforderungen abgetrennt haben.

2015 verfolgten wir, wie Anbieter 802.11ac Wave 2-Funklösungen ankündigten. Alle Lösungen wurden mit eingeschränkten Wave-2-Fähigkeiten angekündigt; hierzu gehört eine Funkkapazität von etwa 1,7 Gbit/s (gegenüber den 6 Gbit/s entsprechend Standard) und typischerweise lediglich eine Unterstützung von kabelgebundenen Verbindungen mit 1 Gbit/s zu Upstream-Switches. Kein Unternehmen bot die Migration zu IEEE 802.3bz für Wave 2-Zugangspunkte an – nach der Ratifizierung wird dieser Standard 2,5 Gbit/s bzw. 5 Gbit/s über ein Cat 5e/Cat 6-Kabel erlauben.

Wir haben die Anbieter hinsichtlich ihrer Fähigkeit bewertet, eine vollständige End-to-End-Lösung bereitzustellen, da die Arbeit von IT-Administratoren sehr schwierig ist, wenn sich Anbieter auf eine einzelne Technologie konzentrieren. Mehr als die Hälfte unserer Evaluierung gilt der Fähigkeit der Netzwerkanwendungen der Anbieter zur Bereitstellung von Onboarding, Sicherheit, Gastzugang, Richtliniendurchsetzung, Netzwerkmanagement und anderer Zugriffsschichtvorteile. Diese Anwendungen sorgen für weniger Komplexität in Unternehmen und senken die Kosten für Bereitstellung, Verwaltung, Authentifizierung und Lokalisierung von Endanwendern in einer oder mehreren Unternehmenseinrichtungen. Unternehmen sorgen weiterhin für Innovationen rund um kabelgebundene und kabellose Netzwerkservices und unterstützen dabei mehrere Anbieter.

Unsere Untersuchung ergab, dass Unternehmen auch Auswahlmöglichkeiten bei der Architekturbereitstellung – lokal, private oder öffentliche Cloud – wünschen. Darüber hinaus ist die Wahl zwischen einem controllerbasierten oder einem controllerlosen WLAN eine Implementierungsoption des Anbieters und keine Unternehmensanforderung; Unternehmen mit klar definierten Anwendungsszenarien sollten daher auf Preise achten, die auf marktgerechten Funktionen basieren, die ihren Anwendungsanforderungen entsprechen.

In der Zukunft werden auch flexible Preise und Paketierungen wichtig sein, da kleine und mittelgroße Unternehmen die gleiche Funktionalität erwarten wie Großunternehmen, und Anbieter versuchen, die Lücke zu schließen, die sich offenbar in der Vergangenheit zwischen Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit aufgetan hat. Weitere Services, die Verbesserungen bei verwalteten Services, Innenstandorten, Analyse und Anwendungstransparenz mit sich bringen, sind erst der Anfang auf dem Weg zu neuen Anwendungsfunktionen, die Anbieter entwickeln, um sich neue Möglichkeiten zur Differenzierung zu erschließen.

Become a Client

Quellen

12014 bildeten sich die NBASE-T Alliance und die MGBASE-T Alliance um Multigigabit-Ethernet-Geschwindigkeiten (2,5 GbE und 5 GbE) in vorhandenen Kupfer-Ethernetkabeln zu ermöglichen.

2 In diesem Kontext steht der Begriff „kopflos” dafür, dass kein menschliches Eingreifen erfolgt und dass das Angebot möglicherweise keinen Bildschirm bzw. keine Tastatur umfasst.

Definitionen der Evaluierungskriterien

Umsetzungsfähigkeit

Produkt/Service: Die wichtigsten Produkte und Services des Anbieters, die im definierten Markt angeboten werden. Dies umfasst die aktuellen Produkt-/Servicekapazitäten, die Qualität, die Funktionalität und die Fähigkeiten, unabhängig davon, ob diese direkt vom Anbieter oder mittels OEM-Vereinbarungen oder -Partnerschaften (wie in der Marktdefinition festgelegt und in den Unterkriterien im Detail beschrieben) bereitgestellt werden.

Allgemeine Tragfähigkeit: Hierzu gehört die Evaluierung der finanziellen Stabilität des Unternehmens insgesamt, der finanziellen und praktischen Erfolge des Geschäftsbereichs sowie der Wahrscheinlichkeit, mit der der Geschäftsbereich weiterhin in das Produkt investieren, es weiterhin anbieten und es im Rahmen des Produktportfolios des Unternehmens nach höchsten technologischen Standards weiterentwickeln wird.

Verkauf/Preisgestaltung: Die Kompetenzen des Anbieters bei allen Vertriebsaktivitäten vor dem Verkauf sowie die zugrunde liegende Struktur. Hierzu gehören u. a. Abschlussmanagement, Preisgestaltung und -verhandlungen, Presales-Support und die Effektivität des Vertriebskanals insgesamt.

Marktsensibilität/Erfolgsgeschichte: Die Fähigkeit des Anbieters, in einem dynamischen, durch neue Marktchancen, Aktivitäten der Wettbewerber und neue Kundenanforderungen geprägten Marktumfeld zu reagieren, die Richtung zu ändern, flexibel zu sein und Erfolg im Wettbewerb zu haben. Dieses Kriterium berücksichtigt auch die bisherige Reaktionsfähigkeit des Anbieters.

Vermarktung: Die Verständlichkeit, Qualität, Kreativität und Effizienz der Programme, mit deren Hilfe die Botschaft des Unternehmens auf dem Markt vermittelt, die Marke und das Unternehmen beworben werden, der Bekanntheitsgrad der Produkte gesteigert wird und eine positive Identifikation mit dem Produkt/der Marke und dem Unternehmen bei Kunden erreicht werden soll. Hierzu bedarf es einer Kombination aus Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Vordenkerrolle, Mund-zu-Mund-Propaganda und Vertrieb.

Kundenzufriedenheit: Beziehungen, Produkte und Services/Programme, die den Kunden den Erfolg mit den evaluierten Produkten ermöglichen. Dies beinhaltet insbesondere die Art, wie der technische oder der Account-Support bereitgestellt wird. Hierzu können auch ergänzende Tools, Kundensupportprogramme (und deren Qualität), die Verfügbarkeit von Benutzergruppen und Service-Level-Agreements usw. gehören.

Betriebliche Prozesse: Die Fähigkeit des Unternehmens, Ziele zu erreichen und Verpflichtungen zu erfüllen. Zu den Faktoren zählen die Qualität der Unternehmensstruktur, einschließlich Kompetenzen, Erfahrung, Programmen, Systemen und anderen Instrumenten, die dem Unternehmen kontinuierlich den effektiven und effizienten Betrieb ermöglichen.

Vollständigkeit der Vision

Marktverständnis: Die Fähigkeit des Anbieters, die Anforderungen der Kunden zu verstehen und diese Anforderungen in die richtigen Produkte und Services umzusetzen. Anbieter, deren Vision hoch entwickelt ist, hören ihren Kunden zu, verstehen ihre Anforderungen und Bedürfnisse und können diese mithilfe ihrer eigenen Vision weiterentwickeln.

Marketingstrategie: Ein klarer, differenzierter Satz von Botschaften, die konsistent im gesamten Unternehmen kommuniziert und über die Website, über Anzeigen, Kundenprogramme und Positionierungsaussagen nach außen vermittelt werden.

Vertriebsstrategie: Die Strategie zum Verkauf der Produkte des Unternehmens unter Nutzung eines geeigneten Netzwerks von Partnern für den direkten und indirekten Vertrieb sowie für Marketing, Dienstleistungen und Kommunikation, die den Umfang und die Tiefe der Marktreichweite, die Kompetenzen, das Fachwissen, die Technologien sowie das Serviceangebot und die Kundenbasis des Unternehmens erweitern.

Angebots-/Produktstrategie: Das Konzept des Anbieters für die Entwicklung und Bereitstellung von Produkten, das die Differenzierung, Funktionalität, Methodik und Funktionalität im Hinblick auf aktuelle und zukünftige Anforderungen betont.

Geschäftsmodell: Die Schlüssigkeit und Logik des zugrunde liegenden Geschäftsmodells des Unternehmens.

Vertikale Strategie/Branchenstrategie: Die Fähigkeit des Anbieters, Ressourcen, Kompetenzen und Angebote präzise auf die spezifischen Anforderungen einzelner Marktsegmente, einschließlich vertikaler Märkte, auszurichten.

Innovation: Direkte, relevante, ergänzende und synergetische Ausrichtung von Ressourcen, Erfahrung oder Kapital zu Investitions-, Konsolidierungs-, Verteidigungs- oder Präventionszwecken.

Geografische Strategie: Die Strategie des Anbieters für die Ausrichtung von Ressourcen, Kompetenzen und Angeboten auf die spezifischen Anforderungen regionaler Märkte außerhalb des Heimatmarkts oder der eigenen Region, entweder direkt oder über Partner, Channel und Niederlassung, die für die jeweilige Region und den jeweiligen Markt geeignet sind.