Definition/Beschreibung des Marktes
Gartner definiert Content-Marketing-Plattformen (CMPs) als Softwarelösungen, die den gesamten Prozess der Content-Erstellung unterstützen. Mithilfe dieser Lösungen lassen sich Texte, Videos, Bilder, Grafiken, Audiodateien, E-Books, Whitepapers und interaktive Inhalte, die über bezahlte und eigene Kanäle verbreitet werden, leichter erstellen und kuratieren. Diese Assets werden genutzt, um eine durchgängige Storytelling-Strategie umzusetzen. Sie helfen Marken, unterschiedliche Zielgruppen gezielt anzusprechen und zu binden, und zwar mit Content, der Aufmerksamkeit generiert, Nachfrage weckt, Kaufentscheidungen herbeiführt und die Kundenbindung stärkt.
CMPs ermöglichen die Grundlagen des Content-Marketings – insbesondere Content-Strategie, redaktionelle Planung, kreative Workflows, Verbreitung und Performance-Messung – um einen koordinierten Ansatz und standardisierte Produktionsprozesse in großem Umfang voranzutreiben.
CMPs erfassen und analysieren Daten, um die Erstellung und Wiederverwendung von Content zu unterstützen, Abläufe zu optimieren und Content kontinuierlich zu verbessern, um so die Marketingeffektivität zu steigern. Diese Plattformen können mithilfe von künstlicher Intelligenz und menschlichen Content-Creators auch markenspezifische Content-Varianten für unterschiedliche Zielgruppen erstellen Sie ermöglichen es internen Teams, externen Mitwirkenden sowie Agenturen, die an der Content-Erstellung beteiligt sind, ihre Arbeit projekt- und kampagnenübergreifend zu koordinieren.
Auf diese Weise tragen CMPs dazu bei, Content-Marketing-Maßnahmen kanalübergreifend mit den Unternehmenszielen zu verknüpfen, wodurch eine unternehmensweite Abstimmung sichergestellt und ein umfassender Rahmen für das Content-Management geschaffen wird.
CMPs treiben zudem die kontinuierliche Verbesserung von Content voran, einschließlich der Möglichkeit, Betriebsmodelle und Governance-Strukturen zu bewerten und zu testen, um die Zusammenarbeit zwischen isolierten Teams zu fördern. Somit ist eine schnellere Markteinführung in großem Umfang möglich.
Um die Einführung und Nutzung zu unterstützen, ergänzen viele CMP-Anbieter ihre Software durch optionale Dienste wie die Entwicklung von Content-Strategien, redaktionelle Dienstleistungen, Kreativmarktplätze und Schulungen.
Obligatorische Funktionen
-
Content-Strategie
-
Redaktionelle Planung und Terminierung
-
Kreative Workflows und Genehmigungen
-
Content-Verbreitung
-
Verwaltung von Metadaten oder unstrukturierten Daten
-
Messung der Content-Performance
-
Integrationen
Übliche Funktionen
-
Generative KI-Content-Erstellung und KI-gestützte Workflows
-
Modulare, strukturierte Content-Erstellung und -Verwaltung
-
Marktplätze für kreative Talente und Content-Beschaffung
Magic Quadrant
Abbildung 1: Magic Quadrant for Content-Marketing-Plattformen
Hinzugefügte und gestrichene Anbieter
Die Einschlusskriterien für Magic Quadrants werden von uns bei Marktveränderungen überprüft und angepasst. Als Ergebnis dieser Anpassungen kann sich die Mischung der Anbieter in jedem Magic Quadrant im Laufe der Zeit verschieben. Das Erscheinen eines Anbieters in einem Magic Quadrant in einem Jahr, bzw. sein Fehlen im darauffolgenden Jahr ist nicht unbedingt ein Hinweis darauf, dass wir unsere Meinung über diesen Anbieter geändert haben. Es spiegelt vermutlich eher eine Marktveränderung und aufgrund dessen veränderte Bewertungskriterien oder eine Änderung des Schwerpunkts dieses Anbieters wider.
Hinzugefügt
Aprimo wurde zu diesem Magic Quadrant hinzugefügt.
Gestrichen
Lytho, Skyword und Upland wurden aus diesem Magic Quadrant gestrichen, da sie die Einschlusskriterien nicht vollständig erfüllt haben.
Einschluss- und Ausschlusskriterien
In dieser Magic-Quadrant-Studie werden die wichtigsten Anbieter und ihre Produkte auf dem Markt für Content-Marketing-Plattformen zum Stand vom 31. Dezember 2025 identifiziert und analysiert. Die Aufnahmekriterien stellen die spezifischen Attribute dar, die Analysten für die Einbeziehung in diese Studie für notwendig halten.
Um in die Liste aufgenommen zu werden, müssen die Anbieter folgende Voraussetzungen erfüllen:
-
Mindestens 10 % neue Nettokunden im Jahr 2025 im Vergleich zum Kalenderjahr 2024 für die CMP.
-
Die nachgewiesene Fähigkeit zur Bereitstellung der folgenden obligatorischen CMP-Funktionen mit einer Lösung, die allgemein verfügbar ist. Unter allgemeiner Verfügbarkeit versteht man, dass Kunden eines Anbieters über eine Produktionsumgebung verfügen und nicht nur gerade testen oder evaluieren:
-
Content-Strategie: Aufbau oder Unterstützung einer erkenntnisgestützten Content-Pipeline, die sich an den Bedürfnissen der Zielgruppen orientiert. Diese geht über reinen Basis-Content hinaus und umfasst packendes Storytelling, das Interaktionen entlang der gesamten Customer Journey fördert.
-
Redaktionelle Planung und Terminierung: Planungs-Tools für Ideenfindung, Terminplanung und Ressourcenmanagement mit verschiedenen Ansichten oder visuellen Ebenen, die eine agile Planung und Kommunikation zwischen den Marketing-Teams ermöglichen.
-
Kreative Workflows und Genehmigungsmanagement: Überwachung der Produktionsschritte für Content über Teams und Standorte hinweg – einschließlich Kreativ-Briefings, Vorlagen, Entwürfen, Überarbeitungen und Freigaben mit dokumentierter Nachverfolgung, Change Management und Benachrichtigungen. Muss content-unabhängig sein und alle Asset-Formate unterstützen.
-
Content-Verbreitung über mehrere Kanäle: Die Möglichkeit, Content zu veröffentlichen und die zugehörigen Metadaten an mindestens drei Verbreitungskanälen (z. B. soziale Medien, Website, andere Martech-Plattformen) zu verwalten.
-
Datenintegration und -aktivierung: Die Möglichkeit, interne Metadaten und benutzerdefinierte Tags zu verwalten sowie Kundendaten aus externen Quellen (z. B. Customer Data Platform [CDP], Customer Relationship Management [CRM]-System und Marketing Automation Platform [MAP]) zu nutzen.
-
Generative und agentenbasierte KI: Die Möglichkeit, entweder generative KI oder autonome Agenten zu nutzen, um Briefings, Vorlagen, Kampagnen, Content und Workflows zu erstellen sowie die Content-Performance vorherzusagen und zu optimieren.
-
Messung und Berichterstattung zur Content-Performance: Daten und Insights, die Content mit dem Kontext der Customer Journey verknüpfen, einschließlich der Performance-Messung über eigene und externe Kanäle hinweg.
Allgemeine Kompetenzen
Zusätzlich zu den zuvor beschriebenen obligatorischen Kompetenzen verfügen die Anbieter in dieser Bewertung möglicherweise über einige oder alle der folgenden Kompetenzen:
-
Modulare, strukturierte Content-Erstellung und -Verwaltung: Modulare Content-Komponenten werden kanalübergreifend wiederverwendet und zu zielgerichteten Content-Erlebnissen neu zusammengesetzt.
-
Marktplätze für kreative Talente: Verwalteter Zugriff auf externe Content-Creators über einen integrierten Marktplatz.
-
Content-Beschaffung von Drittanbietern: Content, der außerhalb des eigenen Unternehmens erstellt oder gehostet wird, wie z. B. benutzergenerierter Content, Influencer- oder Partner-Content, Analystenberichte und Community-Posts.
Bewertungskriterien
Ausführungsfähigkeit
Diese Analyse bewertet Anbieter nach der Qualität und Wirksamkeit der Prozesse, Systeme, Methoden oder Verfahren, die es ermöglichen, dass die Leistung von Marketinganbietern wettbewerbsfähig, effizient und effektiv ist und sich positiv auf den Umsatz, die Kundenbindung und den Ruf innerhalb der Marktsicht von Gartner auswirkt. Der Bereich „Operations” wurde aufgrund seiner geringen Relevanz für CMOs nicht bewertet.
| Bewertungskriterien |
Gewichtung |
|
Produkt oder Service
|
Hoch
|
|
Gesamtlebensfähigkeit
|
Mittel
|
|
Vertriebsausführung/Preisgestaltung
|
Gering
|
|
Fähigkeit, auf den Markt zu reagieren/Erfolgsbilanz
|
Mittel
|
|
Marketing-Umsetzung
|
Mittel
|
|
Kundenerlebnis
|
Hoch
|
|
Betrieb
|
Nicht bewertet
|
|
|
Quelle: Gartner (April 2026)
Vollständigkeit der Vision
Die Analysten von Gartner bewerten Anbieter nach ihrer Fähigkeit, logische Aussagen überzeugend zu formulieren. Dies umfasst die aktuelle und zukünftige Marktrichtung, Innovation, Kundenbedürfnisse und Wettbewerbskräfte sowie deren Übereinstimmung mit Gartners Marktauffassung.
| Bewertungskriterien |
Gewichtung |
|
Marktverständnis
|
Hoch
|
|
Marketing-Strategie
|
Mittel
|
|
Vertriebsstrategie
|
Gering
|
|
Angebots-(Produkt)-Strategie
|
Hoch
|
|
Geschäftsmodell
|
Mittel
|
|
Vertikale/Branchenstrategie
|
Mittel
|
|
Innovation
|
Hoch
|
|
Geografische Strategie
|
Gering
|
|
|
Quelle: Gartner (April 2026)
Beschreibungen des Quadranten
Marktführer
Marktführer verfügen über Kompetenzen in nahezu allen Bereichen der Produktanforderungen, insbesondere im Hinblick auf Content-Strategie, redaktionelle Planung, Workflows und Leistungsmetriken. Dank dieser Stärken können Kunden die Plattformen individuell anpassen und so ihre spezifischen Geschäftsprozesse mithilfe von KI unterstützen. Marktführer haben ihre Position gefestigt und verfügen jeweils über ein oder zwei Alleinstellungsmerkmale, durch die sie sich im Wettbewerb deutlich abheben. Marktführer leiten wachsende Unternehmen und setzen zukunftsorientierte Roadmaps erfolgreich um.
Herausforderer
Herausforderer in diesem Markt sind entweder neue Marktteilnehmer mit hochentwickelten Fähigkeiten oder etablierte Akteure, bei denen das Innovationstempo weniger hoch ist. Diese Anbieter können den immer komplexeren Anforderungen des Content-Lebenszyklus-Managements zwar gerecht werden, verfügen aber nicht über die Vision der Marktführer.
Visionäre
Visionäre verstehen den Markt, verfolgen jedoch oft einen differenzierten Ansatz bei der Erfüllung von Kundenbedürfnissen. Das mach ihre Roadmap deutlich. Ihre Fähigkeit, innovative Ideen in konkrete Plattformfunktionen umzusetzen und diese zuverlässig bereitzustellen, reicht allerdings nicht an die der Marktführer heran.
Nischenanbieter
Nischenanbieter in diesem Markt erfüllen zwar die erforderlichen Anforderungen, ihnen mangelt es jedoch an allgemeiner Rentabilität und an Investitionen in Innovationen. Es handelt sich eher um eigenständige Plattformen, obwohl integrierte Suiten auf diesem Markt zunehmend zum Standard werden. Die Plattformen von Nischenanbietern bieten einzigartige Funktionen, die für manche Kunden ausschlaggebend sein können, wie etwa eine einfache Implementierung oder integrierte Marktplätze für Talente.
Kontext
Angesichts des steigenden Bedarfs an mehr und vielfältigeren Assets, um die Fragen von Käufern zu beantworten und Autorität sowie Sichtbarkeit in KI-gestützten Antwortsystemen aufzubauen, ist eine zentrale Content-Orchestrierung wichtiger denn je. Dies fördert sowohl die Markendifferenzierung als auch ein einheitliches Kundenerlebnis über alle Kanäle hinweg.
Diese Studie kann CMOs dabei helfen, die Plattform zu finden, die ihren funktionalen Anforderungen entspricht und zu ihrem Ansatz passt. Die Unterschiede zwischen den Plattformen haben sich vergrößert, da die Anbieter unterschiedliche Wege bei der Integration generativer und agentenbasierter KI verfolgen. In einem Markt, in dem etablierte, eigenständige Anbieter von integrierten Suites größerer Anbieter überholt werden, lautet die Frage nicht mehr „Was kann dieser Anbieter leisten?”, sondern vielmehr „Ist dies der beste Anbieter für meinen zentralen Anwendungsfall?”
Dies sind Kernelemente des Entscheidungsprozesses, ebenso wie die Art und Weise, wie die CMP in den Tech Stack integriert ist. Dies könnte zu Überschneidungen mit Funktionen führen, die bereits durch vorhandene Technologien abgedeckt werden (siehe Aufbau eines Content-Operations-Ökosystems für agiles Marketing für Hinweise zur Vermeidung von Redundanzen).
Da größere Anbieter ihre Marktpräsenz ausbauen, müssen Käufer nicht nur die Integration in die bestehenden Komponenten des Martech-Stacks berücksichtigen, sondern auch prüfen, ob die CMP zu ihrem bevorzugten Technologie-Ökosystem passt. Da Kunden-Insights und -Daten bei der Content-Erstellung – insbesondere durch GenAI – wichtiger denn je sind, werden native Integrationen in CRM-Systeme und CDPs zu einer Kernfunktion. Auch die von Ihrem Team genutzte Kreativ-Tool-Suite spielt bei der Auswahl eine Rolle.
Als CMO, der die Einführung einer CMP in Erwägung zieht, sollten Sie:
-
Die Bewertungskriterien genau betrachten, die wir zum Bestimmen der Ausführungsfähigkeit und Vollständigkeit der Vision angewendet haben.
-
Gemeinsam mit den wichtigsten Mitgliedern des Einkaufsgremiums, einschließlich der IT, die Stärken und Schwächen des Anbieters abwägen.
-
Anbieter aus allen Quadranten bewerten und sich auf jene konzentrieren, welche am besten zu Ihren spezifischen Anforderungen und Zielen passen. Möglicherweise eignet sich die Lösung eines Nischenanbieters am besten für Ihre Anwendungsfälle.
-
Verwenden Sie diesen „Magic Quadrant” in Verbindung mit unserer begleitenden Studie Kritische Fähigkeiten für Content-Marketing-Plattformen, dem Toolkit: Erstellen einer Content-Marketing Plattform RFP-Studie und unserem Analystenanfrageservice. Verbessern Sie die Qualität Ihres Anbieterauswahlprozesses mit der Starthilfe zur Auswahl eines Marketing-Technologie-Anbieters.
Ihr erster Schritt sollte ein Gespräch mit Ihren bestehenden Anbietern sein, da aktuelle oder bevorstehende Funktionen für das Content-Management möglicherweise bereits verfügbar sind. Dazu können auch einige der in diesem Magic Quadrant oder im Magic Quadrant für Digital-Asset-Management-Plattformen vorgestellten Anbieter gehören.
Heute ist es wichtiger denn je, dass Sie Ihre Anwendungsfälle sehr präzise definieren. In der aktuellen Marktsituation besteht die reale Gefahr, dass Funktionsgleichheit zu einer Zunahme der Komplexität und der Kosten führt – insbesondere, da agentenbasierte KI das Innovationstempo massiv beschleunigt. Machen Sie sich bewusst, wie viel Support Sie im Content-Marketing benötigen – dazu können unter anderem Implementierungshilfe, Content-Audits und Strategie-Services gehören –, um das Beste aus der Technologie herauszuholen.
Marktübersicht
Umfassende CMP-Transformation im letzten Jahr
Für die Anbieter von Content-Marketing-Plattformen (CMP) war es ein ereignisreiches Jahr voller tiefgreifender Veränderungen. Viele von ihnen haben ihre Plattformen auf agentenbasierte KI-Funktionen umgestellt, um den Prozess der Content-Produktion autonom zu steuern. Dieser Ansatz hat maßgeblich dazu beigetragen, manuelle Workflows in Orchestrierungsplattformen umzuwandeln. Der externe Druck, mehr Content-Volumen und detailliertere Informationen für KI-gestützte Antwortsysteme bereitzustellen, hat die erforderliche Struktur, das Format und die Verbreitung von Content verändert, was zu einer Neuausrichtung des CMP-Outputs geführt hat.
Der Leistungsumfang von CMPs wurde erweitert und umfasst nun zahlreiche Anwendungen für eine integrierte Gesamtlösung zur Steuerung von Enterprise-Content-Prozessen.
Daten einer Gartner-Umfrage aus dem Jahr 2025 zeigen, dass 52 % der Marktführer im Bereich Marketingtechnologie agentenbasierte Funktionen testen. Drei der vier wichtigsten Anwendungsfälle sind demnach die Erstellung, Anreicherung und Umwandlung von Content. Während in früheren Ausgaben dieser Studie generative KI (GenAI) im Vordergrund stand, dominiert in dieser Ausgabe die agentenbasierte KI. Dies spiegelt die Aktivitäten der Marketingverantwortlichen wider.
Agentenbasierte KI ist kein Nachfolger von GenAI, sondern eine Reihe von Funktionen, deren transformatives Potenzial erst durch die Fortschritte ihrer Vorgänger ermöglicht wurde. Komplexe Prozesse und Aufgaben, die früher das direkte Eingreifen von Menschen erforderten, können nun zunehmend autonom von KI-Agenten ausgeführt werden, was effektivere generative Ergebnisse ermöglicht (siehe Die Auswirkungen der KI-Agenten auf das Marketing). Mittlerweile dominieren diese Agenten die CMPs, was die Art und Weise, wie sie in Marketingorganisationen genutzt werden, grundlegend verändern kann.
CMOs sehen in KI die Lösung für all ihre Herausforderungen. Tatsächlich betrachtet laut der „Gartner Chief Marketing Officers Agenda Poll 2026” eine deutliche Mehrheit der CMOs (59 %) die effektive Integration von KI in Marketingprogramme und -strategien mittlerweile als dringende funktionale Priorität, um die Leistung zu steigern.
Gartner prognostiziert, dass bis 2029 mindestens 50 % der alltäglichen Arbeitsentscheidungen autonom durch agentenbasierte KI getroffen werden. Heute können Agenten ein Projekt von Anfang bis Ende abwickeln, wie beispielsweise ein Thema recherchieren, den ersten Entwurf schreiben und diesen anschließend für bestimmte soziale Netzwerke anpassen. Anstatt Ihr Team zu ersetzen, übernehmen diese KI-Agenten die mühsame Produktionsarbeit. Anschließend stoppen sie, damit Ihre Mitarbeiter die abschließende Prüfung und Freigabe durchführen können.
Dieses Setup beschleunigt die Geschwindigkeit, mit der Ihr Marketingteam neue Kampagnen erstellen kann, erheblich, während gleichzeitig die vollständige kreative Kontrolle über das Endprodukt erhalten bleibt.
Die Nutzung von KI-Agenten erfordert oft Credits oder Token, um die realen Kosten zu decken, die den Anbietern durch den Aufruf der KI-Modelle entstehen. Die nutzungsbasierte Preisgestaltung ist ein dynamisches Element der CMP-Preisgestaltung, da Anbieter und Kunden derzeit ermitteln, wie sich diese Modelle besser an das Nutzungsverhalten der Kunden anpassen lassen. Einige Anbieter stellen ihre KI kostenlos zur Verfügung, während andere eine nutzungsbasierte Abrechnung in Betracht ziehen. Die Preise für KI sind in diesem Markt noch lange nicht festgelegt oder standardisiert.
Automatisierte Orchestrierung ist auf dem Vormarschr
Der Orchestrierungsprozess in einer CMP hat sich von der manuellen Aufgabenverfolgung grundlegend zu KI-nativen, agenten-orchestrierten Abläufen gewandelt. Dabei koordinieren Plattformen sowohl menschliche als auch digitale Aktivitäten über den gesamten Content-Lebenszyklus hinweg. Dieser Prozess verbindet Planung, Erstellung, Verteilung und Performance-Optimierung nahtlos zu einem kontinuierlichen, automatisierten Kreislauf.
Die Plattformen umfassen vorgefertigte, sofort einsatzbereite Agenten, von denen jeder über die Fähigkeiten, das Wissen und das Mandat verfügt, bestimmte Aufgaben zu erledigen. Die fortschrittlichsten CMPs verknüpfen diese Agenten miteinander, um komplexere Aufgaben zu bewältigen. Die Verwaltung erfolgt über ein Agent Studio, das Nutzern zudem die Möglichkeit bietet, über nicht-technische Schnittstellen für Business-Anwender eigene, benutzerdefinierte Agenten zu erstellen. Dank dieser Agenten-Orchestrierung ähneln diese CMPs eher einem KI-Betriebssystem – und weniger einem Tool, bei dem jeder einzelne Content-Produktionsschritt mühsam manuell koordiniert werden muss.
Sämtliche Planungsschritte – von Zielen über Budgets bis hin zu Kalendern – laufen an einem Ort zusammen. Auf dieser Datenbasis werden Kampagnen automatisch aufgesetzt und an messbaren Geschäftsergebnissen ausgerichtet. Nach der Planung richtet das System komplexe, mehrstufige Aufgaben ein und koordiniert sie. Dabei übernimmt die KI Routineaufgaben und liefert den Mitarbeitern Entscheidungshilfen.
Die Content-Erstellung läuft zwar automatisch über KI-Agenten, folgt aber dem „Human-in-the-Loop”-Prinzip, sodass die Marketingexperten die Arbeit der Plattform überwachen und genehmigen können. Das System stellt bei jedem Schritt automatisch sicher, dass alle Unternehmens-, Marken- und Compliance-Richtlinien eingehalten werden und erstellt so ein vollständiges und prüfbares Protokoll jeder Aktion, bevor der Content live geht. Freigegebener Content wird automatisch an alle Kanäle übermittelt, Performance-Daten werden an das System zurückgespielt, und die KI nutzt diese Daten, um sofortige Verbesserungen zu empfehlen und neue Optimierungszyklen anzustoßen.
Die automatisierte Orchestrierung hat den Wert von Content-Marketing-Plattformen für CMOs erheblich gesteigert. CMPs können Content-Prozesse selbstständig skalieren und das Volumen von Content erhöhen, der bei Käufern Anklang findet. Dadurch können sie ihren Umsatz steigern.
Der Wandel von SEO zu Answer Engine Optimization
Bei Content geht es nicht mehr ausschließlich um Schlüsselwörter, sondern um umfassendere Themen. KI-Tools finden Antworten in Content, der auf eine ganz bestimmte Art und Weise strukturiert ist. Bewertungsportale und anderer Drittanbieter-Content spielen eine noch größere Rolle als zuvor. Da Käufer ihre Prompts extrem individuell und unterschiedlich formulieren, ist die Optimierung heute schwieriger als je zuvor. All dies muss bei der Content-Erstellung berücksichtigt werden, da Inhalte Authentizität vermitteln und Vertrauen aufbauen müssen, um in den Antwortmaschinen zu erscheinen (siehe Integration von AEO und SEO: Taktiken zur Verbesserung der Sichtbarkeit in der Online-Suche).
Der Wandel von der Suchmaschinenoptimierung (SEO) zur Answer Engine Optimization (AEO) hat Marketingexperten und CMP-Anbieter zu einer tiefgreifenden Neuausrichtung gezwungen. Marketingexperten müssen Anpassungen für den Übergang zu AEO vornehmen, während Anbieter die Markensichtbarkeit gewährleisten müssen, da Käufer sich zunehmend auf direkte KI-Antworten statt auf die traditionelle Suche verlassen. Mittlerweile setzen Plattformen spezielle KI-Agenten ein, um die Sichtbarkeit von Webseiten in großen Sprachmodellen (LLM) zu überprüfen und Optimierungsvorschläge zu unterbreiten. Für diesen Wandel muss Content in maschinenlesbare Formate überführt werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf umfangreichen Metadaten, klaren Taxonomien, modularen Komponenten und KI-nativen Wissensgraphen. CMOs müssen sicherstellen, dass AEO-Empfehlungen nativ in die Plattform-Workflows integriert und nicht als separate Module behandelt werden, damit Content und dessen Struktur einfacher überarbeitet und aktualisiert werden können, um sie an die KI-basierte Suche anzupassen.
Integrierte Suites sind jetzt der Standard
Obwohl Martech-Verantwortliche den Best-of-Breed-Ansatz gegenüber integrierten Suites leicht bevorzugen (48 % gegenüber 45 % laut Gartner-Umfrageergebnissen), haben CMPs ihre Angebote zunehmend zu integrierten Suites weiterentwickelt. In der Vergangenheit waren CMPs eigenständige Lösungen. Doch mit der Übernahme und dem Ausbau von Plattformen haben sich die Angebote der Anbieter verändert – und die Technologie ist gemeinsam mit ihren Kunden gereift.
Im vergangenen Jahr wurde in diesem Magic Quadrant eine CMP-Lösung für mehrere Produkte vorgestellt. In diesem Modell einer integrierten Suite bieten verschiedene Produkte unterschiedliche CMP-Funktionen. Dies steht im Gegensatz zum traditionellen Verständnis einer integrierten Suite, bei der die CMP alle Funktionen in einer einzigen Anwendung bereitstellt, die jedoch Teil einer sich ergänzenden Produktgruppe ist.
CMPs bestehen heute aus einer Mischung aus eigenständigen Produkten, modularen Ökosystemen und integrierten Lösungen, die die notwendigen Funktionen zur Steuerung moderner Content-Prozesse bereitstellen. Content Hub, die CMP von Sitecore ist beispielsweise als eigenständiges Produkt erhältlich, in der Regel wird sie jedoch zusammen mit dem DAM- und dem Marketing-Resource-Management-Tool (MRM) angeboten. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über eine vollständig einheitliche, modular aufgebaute Content-Operations-Plattform, die WCM-, DAM-, MRM- und Produkt-Content-Management-Funktionen nativ in einem einzigen gemeinsamen Modell vereint.
Hier geht es um mehr als nur die Verpackung oder eine Go-to-Market-Entscheidung, die CMOs berücksichtigen müssen. Anbieter integrieren Produktfunktionen direkt in die Zusammenführung mehrerer Produkte und bieten sie als Hauptangebot an, nicht als kostenpflichtiges Upgrade. Durch diese Zusammenführung wird der Fokus einer Plattform von isolierten Content-Prozessen zu einem End-to-End-System verlagert, das die Content-Erstellung mit Kundendaten und der Omnichannel-Bereitstellung verknüpft. CMOs müssen ihre Entscheidungen bei der Anbieterauswahl auf klar definierte Anwendungsfälle stützen, um die Wahl ihrer Plattform zu begründen.
Gartner Marketing Technology Survey 2025. Ziel dieser Umfrage war es, die wichtigsten Aspekte der Marketingtechnologie zu untersuchen, darunter Nutzung, Kombinierbarkeit, Skalierbarkeit, Messbarkeit und Zusammenarbeit. Außerdem wurden die Auswirkungen von KI und Datenstrategien auf die Marketingtechnologie analysiert. Die Studie wurde online von Juni bis Juli 2025 durchgeführt und umfasste 413 Teilnehmer aus Nordamerika (n = 186), dem Vereinigten Königreich (n = 91) und Europa (n = 136; darunter Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Dänemark, Finnland, die Niederlande, Norwegen und Schweden). Die teilnehmenden Unternehmen meldeten für das Geschäftsjahr 2024 einen unternehmensweiten Jahresumsatz von mindestens 100 Mio. USD. 77 % der Teilnehmer kamen aus Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 1 Mrd. USD oder mehr. Die Befragten kamen aus einer Vielzahl von Branchen: IT und Unternehmensdienstleistungen (n = 48), Fertigung (n = 48), Versicherungen (n = 38), Einzelhandel (n = 38), Konsumgüter (n = 37), Finanzdienstleistungen (n = 36), Reise- und Gastgewerbe (n = 36), Gesundheitswesen (n = 33), Technologieprodukte (n = 33), Medien (n = 33) und Pharma (n = 33). Alle Befragten mussten als leitende Entscheidungsträger an der Marketingtechnologie-Strategie ihres Unternehmens beteiligt sein, wobei die meisten ihrer täglichen Aufgaben entweder im Bereich des geschäfts- oder des IT-fokussierten Marketings angesiedelt waren. 80 % der Befragten waren der Marketing-Funktion zugeordnet, 10 % dem Produkt-Marketing und -Management, 7 % der IT und 2 % dem Markenmanagement oder anderen Geschäftsbereichen. Haftungsausschluss: Die Ergebnisse dieser Umfrage repräsentieren nicht die globalen Erkenntnisse oder den Markt als Ganzes, sondern spiegeln die Meinung der Befragten und der befragten Unternehmen wider.
Gartner Chief Marketing Officers Agenda Poll 2026. Ziel dieser Umfrage war es, CMOs ein Bild über ihre funktionalen Prioritäten und Herausforderungen im ersten Halbjahr 2026 zu vermitteln. Die Umfrage wurde im Januar und Februar 2026 online unter 100 Chief Marketing Officers durchgeführt. Haftungsausschluss: Die Ergebnisse dieser Umfrage repräsentieren nicht die globalen Erkenntnisse oder den Markt als Ganzes, sondern spiegeln die Meinung der Befragten und der befragten Unternehmen wider.
Gartner Peer Insights-Bewertungen für Content-Marketing-Plattformen: Wir haben Gartner Peer Insights-Bewertungen für Content-Marketing-Plattformen berücksichtigt, die bis zum 31. Dezember 2025 veröffentlicht wurden.
Definitionen der Bewertungskriterien
Ausführungsfähigkeit
Produkt/Dienstleistung: Kernartikel und -dienstleistungen, die durch den Anbieter für den definierten Markt angeboten werden. Dies umfasst aktuelle Produkt-/Dienstleistungsmöglichkeiten, Qualität, Funktionen, Fähigkeiten usw., unabhängig davon, ob sie von sich aus oder durch OEM-Vereinbarungen/Partnerschaften, wie sie in der Marktdefinition definiert und in den Unterkriterien detailliert werden, angeboten werden.
Gesamtlebensfähigkeit: Überlebensfähigkeit beinhaltet u. a. eine Bewertung der finanziellen Gesundheit der Gesamtorganisation, des finanziellen und praktischen Erfolgs der Geschäftseinheit und der Wahrscheinlichkeit, dass die betreffende Geschäftseinheit weiterhin in das Produkt investieren und das Produkt weiterhin anbieten wird und innerhalb des Produktportfolios der Organisation den aktuellen Stand der Technik voranbringen wird.
Vertriebsausführung/Preisgestaltung: Die Fähigkeiten des Anbieters bei allen Vorverkaufsaktivitäten und die Struktur, die sie unterstützt. Dazu gehören Deal-Management, Preisgestaltung und Verhandlungen, Unterstützung vor dem Verkauf und die allgemeine Effektivität des Vertriebskanals.
Fähigkeit, auf den Markt zu reagieren/Erfolgsbilanz: Die Fähigkeit zu reagieren, die Richtung zu ändern, flexibel zu sein und einen Wettbewerbserfolg zu erzielen, während sich Gelegenheiten entwickeln, Konkurrenten handeln, sich Kundenbedürfnisse wandeln und sich Marktdynamiken ändern. Bei diesem Kriterium wird auch die Reaktionsfähigkeit des Anbieters in der Vergangenheit berücksichtigt.
Marketing-Umsetzung: Die Klarheit, Qualität, Kreativität und Effizienz der Programme, die dafür konzipiert sind, die Aussagen der Organisation zu vermitteln, um den Markt zu beeinflussen, die Marke und das Geschäft zu fördern, das Bewusstsein für die Produkte zu steigern und eine positive Identifikation mit dem Produkt/der Marke und der Organisation bei den Käufern herzustellen. Dieser Bekanntheitsgrad kann durch eine Kombination aus Werbung, Werbeinitiativen, Vordenkerrolle, Mundpropaganda und Vertriebsaktivitäten erreicht werden.
Kundenerlebnis: Beziehungen, Produkte und Dienstleistungen/Programme, die es Kunden ermöglichen, mit den bewerteten Produkten erfolgreich zu sein. Dies umfasst insbesondere die Art und Weise, wie Kunden technische Unterstützung oder Account-Betreuung erhalten. Dies kann auch zusätzliche Tools, Kunden-Unterstützungsprogramme (und deren Qualität), Verfügbarkeit von Benutzergruppen, Service-Level-Vereinbarungen und so weiter umfassen.
Betrieb: Die Fähigkeit des Unternehmens, seine Ziele und Verpflichtungen zu erfüllen. Zu den Faktoren gehörte die Qualität der Organisationsstruktur, einschließlich der Fähigkeiten, Programme, Systeme und anderer Mittel, die es der Organisation ermöglichen, fortlaufend effektiv und effizient tätig zu sein.
Vollständigkeit der Vision
Marktverständnis: Fähigkeit des Anbieters, die Wünsche und Bedürfnisse der Käufer zu verstehen und diese in Produkte und Dienstleistungen zu übersetzen. Anbieter mit dem höchsten Grad an Vision hören den Kunden zu, verstehen deren Wünsche und Bedürfnisse und sind in der Lage, diese mit ihrer zusätzlichen Vision zu gestalten oder zu verbessern.
Marketing-Strategie: Ein klarer, differenzierter Satz von Aussagen, die dauerhaft über die ganze Organisation getroffen werden und über die Website, Werbung, Kundenprogramme und Platzierungsaussagen nach außen getragen werden.
Vertriebsstrategie: Die Strategie für den Vertrieb der Produkte, die das richtige Netzwerk aus direkten und indirekten Tochterunternehmen für Vertrieb, Marketing, Service und Kommunikation nutzt, die den Umfang und die Tiefe der Marktreichweite, Fähigkeiten, Kenntnisse, Technologien, Dienstleistungen und den Kundenstamm erweitern.
Angebots-(Produkt)Strategie: Die Herangehensweise des Anbieters an die Produktentwicklung und -lieferung, die die Differenzierung, Funktionalität, Methodik und Funktionen hervorhebt, wie sie zu gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen passen.
Geschäftsmodell: Die Zuverlässigkeit und Logik der zugrundeliegenden Geschäftsideen des Anbieters.
Vertikale/Branchenstrategie: Die Strategie des Anbieters, Ressourcen, Fähigkeiten und Angebote zu lenken, um die spezifischen Bedürfnisse der einzelnen Marktsegmente zu erfüllen, einschließlich der vertikalen Märkte.
Innovation: Direkte, verwandte, komplementäre und synergistische Konstellationen aus Ressourcen, Fachkenntnissen oder Kapital für Investitions-, Konsolidierungs-, Verteidigungs- oder Vorbeugungszwecke.
Geografische Strategie: Die Strategie des Anbieters, die Ressourcen, Fähigkeiten und Angebote zu lenken, um die spezifischen Bedürfnisse geographischer Regionen außerhalb des „heimischen Marktes” oder des heimischen Gebietes direkt oder über Partner, Kanäle und Tochterunternehmen so zu erfüllen, wie es für diese Geografie und diesen Markt passt.